Deichmann Blogger sollen Lust auf Schuhe machen

Deichmann expandiert weiter und will auch sein Online-Geschäft ausbauen. Weltweit sollten dieses Jahr 168 Filialen neu eröffnet werden. Der Konkurrenz will der Schuhhändler mit Aktionen mit Mode-Bloggern begegnen.
Der Schuhhändler will in diesem Jahr 168 neue Filialen eröffnen. Quelle: dpa
Deichmann

Der Schuhhändler will in diesem Jahr 168 neue Filialen eröffnen.

(Foto: dpa)

Europas größter Schuhhändler Deichmann will 2016 wieder mit besonderen Kollektionen und Aktionen mit Mode-Bloggern der wachsenden Konkurrenz durch Onlinehändler begegnen. Nach Kooperationen mit der schwedischen Streetstyle-Ikone Caroline Blomst, der Italienerin Veronica Ferraro und der New Yorker Starbloggerin Hanneli Mustaparta soll in diesem Jahr eine vierte Kooperation folgen, kündigte Deichmann an, ohne den Namen zu verraten. Unterdessen wird die Kampagne „President of Sneakers“ mit dem Schauspieler Oliver Korittke fortgesetzt.

Deichmann will mit diesen Maßnahmen sowie dem Ausbau des Filialnetzes seinen Expansionskurs in diesem Jahr forcieren und plant die Eröffnung von 168 neuen Geschäften, knapp die Hälfte davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr waren 110 Läden hinzugekommen. Deichmann verfügt jetzt über 3710 Filialen mit rund 37.300 Beschäftigten. Für 2015 meldet das Unternehmen ein Umsatzplus um 8,3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 3,1 Prozent (flächenbereinigt 1 Prozent). Die Unternehmensgruppe hat 2015 weltweit 172,3 Millionen Paar Schuhe über die Filialen und Onlineshops verkauft.

Von Z wie Zalando bis Z wie Zalando
Platz 10: Zalando Lounge
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Zalando Lounge ist der Rabattwarenladen des Online-Versandhändlers. Nutzer dieses Portals müssen sich registrieren. Danach bekommen sie Angebote mit bis zu 70 Prozent Rabatt. Die Mitgliedschaft in der Zalando Lounge ist kostenlos.

Umsatz (2014)*: 71,8 Millionen Euro**

*Quelle: Statista, EHI Retail Institute

**umfasst Einnahmen der Online-Shops in Deutschland im Segment Bekleidung, Schuhe und Textilien

Platz 9: Walbusch
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Bis in die 1960er-Jahre verkaufte Walbusch neben Herrenkleidung auch Elektrorasierer und Haushaltswaren. Später konzentrierte sich der Konzern auf den Verkauf von Herrenmode. Bekannt ist das Unternehmen für sein Hemd mit dem Walbusch-Kragen ohne Knopf. Zunächst war Walbusch nur als Versandhändler tätig. Erst 2009 wurde die erste Filiale eröffnet. Im Handelsblatt-Interview erklärte Firmenchef Christian Busch: „Die Frau entscheidet, was gekauft wird“.

Umsatz: 72,2 Millionen Euro

Platz 8: C&A Online
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Einst hatte C&A die Konfektionsgrößen eingeführt. Seitdem avancierte der Modekonzern zu den größten Bekleidungsherstellern Deutschlands. C&A beschäftigt mehr als 36.000 Menschen. Seit 2008 bietet der Konzern seine Kleidung auch im Internet an. Allerdings ist der Anteil des Internetgeschäfts gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland (über drei Milliarden Euro) noch gering.

Umsatz: 79,3 Millionen Euro

Platz 7: s.Oliver
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s.Oliver kommt nicht wirklich in Fahrt. Seit Jahren kämpft der Modekonzern mit wirtschaftlichen Problemen. Zwar konnte der Umsatz im vergangenen Jahr leicht gesteigert werden, doch das Online-Geschäft weist entgegen des Trends rückläufige Zahlen vor. 2013 lag der Online-Umsatz bei 127 Millionen Euro. Im Jahr darauf sanken die Einnahmen um mehr als 16 Millionen Euro.

Umsatz: 110,8 Millionen Euro

Platz 6: Brands-4-Friends
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Im Umsatzranking auf Platz sechs ist die Private Sale GmbH aufgelistet. Hinter dem Unternehmen steckt brands4friends.de. Das ist eine kommerzielle Online-Community, die im Internet eine spezielle Sortimentsausrichtung anbietet. Zugang zum Angebot erhalten Interessenten nach einer Registrierung. brands4friends.de bot im September 2007 in Deutschland als erste Mode-Online-Community ihren Dienst an. Seitdem konnten die Erlöse kontinuierlich gesteigert werden.

Umsatz: 114,6 Millionen Euro

Platz 5: Esprit
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Der Online-Handel hat dem Moderiesen Esprit stark zugesetzt. Erst nach und nach erholt sich der Konzern – auch dank eines eigenen Online-Angebots. Mit einem Umsatz von mehr als 162 Millionen Euro positioniert sich Esprit in Deutschland auf dem fünften Platz.

Umsatz: 162,5 Millionen Euro

Platz 4: Heine
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Die Heinrich Heine GmbH gehört zu den ersten Modeversandhändlern in Deutschland mit eigenem Online-Shop. Bereits 1996 konnten Kunden ihre Ware im Internet bestellen. Seit 2009 wird der Fokus auf das E-Commerce zunehmend verstärkt.

Umsatz: 204 Millionen Euro

„2015 war für uns wie für die gesamte Branche herausfordernd“, sagte Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates. Insbesondere der schwache Winter habe der Branche in Deutschland zu schaffen gemacht. Gegen den rückläufigen Branchentrend sei Deichmann im Inland um 4,3 Prozent gewachsen. 2015 hat das Familienunternehmen den Service „Ship to Home“ gestartet. Dabei kann der Kunde Schuhe, die er aktuell in der Filiale nicht gefunden hat, direkt im Geschäft bestellen und bezahlen und sich versandkostenfrei nach Hause schicken lassen kann.

Mit solch einem Omnichannel-Konzept versucht Deichmann die wachsenden Konkurrenz im Netz durch Online-Shops wie Zalando auf Distanz zu halten. „Trotz der schwierigen Marktlage war 2015 für uns ein gutes Jahr“, sagte Deichmann. Derzeit betreibt die Gruppe selbst international 25 verschiedene Onlineshops. Weitere E-Shops in den jeweiligen Märkten und damit verbundene Serviceangebote sind für 2016 in Planung. „Vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Schuhhandels sind unsere guten Ergebnisse nicht selbstverständlich“, betonte der Firmenchef.

Der Gewinn habe sich „erfreulich entwickelt“, sagte der Unternehmer ohne ihn genau zu nennen. „Wir können weiterhin unser Wachstum ohne externe Geldgeber realisieren und bleiben damit unternehmerisch unabhängig“, betonte Deichmann. Rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt Deichmann inzwischen im Ausland.

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