Deloitte-Chef senkt Prognose
Bankenkrise beutelt Beratungsfirmen

Die Bankenkrise bedroht den jahrelangen Boom der Beratungsfirmen. Deloitte, einer der weltweit führenden Wirtschaftsprüfer, senkt angesichts des Zusammenbruchs mehrerer US-Investmentbanken die Erwartungen.

DÜSSELDORF/FRANKFURT. „Wir hatten im letzten Jahr ein Wachstum von 18,6 Prozent, währungsbereinigt waren es 13 Prozent. Wir rechnen im laufende Fiskaljahr damit, dass wir deutlich unterhalb dieser Wachstumsrate landen werden“, sagte Deloitte-CEO James Quigley dem Handelsblatt.

Deloitte wie auch die Konkurrenten Ernst & Young, KPMG und Pricewaterhouse-Coopers (PwC) profitieren bislang von der hohen Nachfrage nach Transaktionsberatung. Firmen und Unternehmensteile müssen vor einem Kauf bewertet und später integriert werden. Das Geschäft mit diesem Bereich brachte über mehrere Jahre zweistellige Wachstumsraten. Hinzu kam der enorme Beratungsbedarf in Compliance-Fragen. Das eigentliche Geschäft mit der Bilanzprüfung stagniert dagegen.

Nachdem bis auf Deloitte alle großen Wirtschaftsprüfer auf Druck der Regulierungsbehörden ihre Managementberatung vor einigen Jahren abgespalten haben, bauen sie jetzt unter großem finanziellen und personellen Einsatz ihre Beratungssparten wieder auf. Kern ist dabei die prüfungsnahe Beratung in Steuerangelegenheiten oder Bilanzierungsfragen. „Es ist klar, dass wir als Prüfungs- und Beratungsfirma nicht immun gegen einen Abschwung sind“, sagte Quigley. Der Deloitte-Chef sieht es als gesichert an, dass sich die Weltwirtschaft im Abschwung befindet.

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