Der Blumenversand Fleurop feiert Geburtstag
Vielen Dank für die Blumen! Alles Blüte!

1908 wurde das Unternehmen gegründet, damals noch unter dem etwas sperrigen Namen "Blumenspenden-Vermittlungsvereinigung": Fleurop feiert den 100. Geburtstag. 3,5 Millionen Sträuße liefert die etwas andere Aktiengesellschaft jährlich in Deutschland aus.

DÜSSELDORF. 1908 war das Geburtsjahr für Klassiker, die jeder mal braucht: das Kaiserliche Patentamt genehmigte einer gewissen Melitta Bentz ein Kaffeefiltriersystem. Steiff, eine Firma für "Spielzeug aus Filz", wurde im Handelsregister eingetragen. Und noch ein Klassiker erblickte 1908 die Welt: die "Blumenspenden-Vermittlungsvereinigung". Unbekannt? Nicht unter dem Namen, den sie seit 1931 trägt: Fleurop, die Mutter aller Muttertagsretter. Gegründet am 17. September 1908 in Berlin-Kreuzberg.

Ein Florist namens Max Hübner hatte die Idee. Die empfindlichen Blumen wollte er nicht selbst versenden, stattdessen verschickte er nur die Aufträge an kooperierende Floristen im ganzen Land. Die kümmerten sich dann um die Ausführung. Seine Vereinigung mit dem komplizierten Namen wurde zum Ursprung aller Lieferanten- und Bestellservices, mit denen das moderne Leben vereinfacht wird.

Heute arbeiten 50 000 Floristen für Fleurop, davon etwa 8 000 in Deutschland. Alleine hier binden und liefern sie mehr als 3,5 Mill. Sträuße im Jahr, weltweit fast 25 Mill. Gefeiert wurde im August mit einer großen Gala, gestern beschenkten hundert Fleurop-Boten Berliner Bürger mit Sträußen. Außerdem wurden die Geschäftszahlen für das Jahr 2007 vorgestellt: 71 Mill. Euro Umsatz hat Fleurop gemacht, stabil, aber ohne großes Wachstum.

Fleurop muss sich mittlerweile anstrengen, obwohl Internet und Telefon die Bestellung für die Kunden im Vergleich zu 1908 deutlich vereinfacht haben. Neue Mitbewerber drängen auf den Markt und machen mit zusätzlichen Präsenten wie Wein, Pralinen oder Vasen ihre Geschäfte.

Dennoch gibt sich Fleurop gelassen: Man müsse keine hohe Rendite erreichen, das Ziel sei eine schwarze Null, sagte Vorstand Niklas Dörr. Großinvestoren gibt es ohnehin keine bei der etwas anderen Aktiengesellschaft: Jeder Fleurop-Florist hält eine Aktie, sonst niemand.

Zum eigenen Jubiläum hätte Fleurop jedenfalls im Internet einen passenden Umsatztreiber im Angebot: den Strauß "Geburtstagskuss" für 25 Euro. Das Motto wird gleich mitgeliefert: "Alles Blüte!"

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