Der größere Binnenmarkt verschärft den Wettbewerb
Ost-Fluglinien stehen vor der Bewährung

Die Erweiterung der Europäischen Union bietet für die Fluggesellschaften viele Chancen, aber auch Risiken. Zwar wird der größere Binnenmarkt für Wachstum sorgen, doch Experten warnen zugleich vor einer Marktbereinigung unter den kleinen Fluglinien der zehn Beitrittsländer.

DÜSSELDORF. „Die Marktöffnung nach Osten und Südosten wird in der Luftfahrtbranche der EU einen Wachstumsschub auslösen", prognostiziert Ulrich Schulte-Strathaus, Generalsekretär des Europäischen Luftfahrtverbands (AEA). Er erinnert an das Jahr 1995: Damals entfachte der Beitritt Finnlands, Schwedens und Österreichs einen Boom. Das Passagieraufkommen der AEA-Fluglinien in die neuen skandinavischen Mitgliedsländer legte um 20 % zu, das nach Österreich um 12 %.

Gerade China, Indien und Osteuropa gelten in der Luftfahrtindustrie als die Wachstumsmärkte. Mit dem EU-Beitritt hat diese Zukunft in Osteuropa nun begonnen. Seit dem 1. Mai gelten die Liberalisierungsstandards der EU auch für die Luftfahrtbranche der zehn Beitrittsländer. „Jede europäische Airline kann in der EU von jeder Stadt zur anderen fliegen, wenn sie von den Flughäfen die nötigen Start- und Landezeiten (slots) erhält“, beschreibt Schulte-Strathaus die neue Freiheit.

Bereits seit Monaten melden deutsche Flughäfen einen dynamisch wachsenden Luftreiseverkehr nach Warschau, Prag und Budapest. Vor allem Geschäftsleute zieht es gen Osten. Auch die deutschen Billigflieger expandieren auf ihren Ostrouten seit kurzem kräftig.

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