"Der McDonald's-Check": Eine Fastfood-Analyse ohne den nötigen Biss

"Der McDonald's-Check"
Eine Fastfood-Analyse ohne den nötigen Biss

Die ARD konnte mit dem "Lidl-Check" einen überraschenden Quotenerfolg in der Primtetime verbuchen. Am Montagabend folgte das gleiche mit der Fastfood-Kette McDonald's. Die kritische Durchleuchtung versandet jedoch immer dort, wo es gerade interessant wird. Den Machern fehlt die Konsequenz - dem Verbraucher die Erkenntnis.

Düsseldorf"Woran denken sie, wenn Sie Fastfood hören?" Die Antwort, die auf der Straße befragte Passanten geben, lautet fast ausschließlich "McDonald's". Mit diesem vielsagenden Einspieler steigen Jochen Taßler und Jochen Leufgens in den "McDonald's-Check" ein. In der Vorwoche überraschte die ARD bereits mit dem "Lidl-Check" auf dem prominenten Sendeplatz um 20:15 Uhr mit einem verbraucherorientierten Format.

Und das mit Quotenerfolg: 6,3 Millionen Zuschauer schalteten ein, um letztlich zu erfahren, dass bei dem Lebensmitteldiscounter nicht mehr oder weniger gespart werden kann als bei der Konkurrenz. Am Montagabend stand nun in McDonald's das nächste Schwergewicht auf dem Prüfstand.

Die Ausgangslage ist klar: Der Burger-Bratbetrieb ist Marktführer, nicht nur in Deutschland, als Marke sowohl berühmt als auch berüchtigt. Denn auch wenn der Konzern sein Angebot mittlerweile aggressiv in Richtung gesunder Ernährung zu erweitern versucht, die von den Reportern durchgeführten Straßenbefragungen belegen, dass sich in der Bevölkerung klare Meinungsbilder herausgebildet  haben.

Ungesund sei das Essen, nicht nachhaltig sättigend - aber zumindest preiswert. Angesichts  eines Nettoumsatzes von gut drei Milliarden Euro bei täglich 2,69 Millionen Gästen in 1.386 Restaurants allein in Deutschland (Stand: 2010) verwunderlich, denn es muss ja, buchstäblich, ein Erfolgsrezept geben.

Naheliegend wäre der Geschmack. Und folglich ist das der erste Test, dem die Erzeugnisse der Systemgastronomen unterzogen werden, eine Gaumenprobe. Über 100 Probanden wurden in der Kölner Innenstadt zur Verköstigung gebeten. Auf dem Prüfstand: Der Royal TS, eine ordentliche Portion Rindfleisch mit Tomate und Salat.

Als Vergleichsmaterial werden der Whopper von Konkurrent Burger King und ein hausgemachter Burger der expansionswilligen Kölner Sportsbar-Franchise Joe Champs. Pommes Frites sind jeweils auch dabei. Die ersten Probanden, zufällig vorbeikommende Passanten, testeten mit offenen Karten, später wurden die Markennamen verdeckt.

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