Der nächste Lufthansa-Streik
Kein Anschluss unter dieser Nummer

Kaum wurde der Streik der Piloten verboten, steht der Lufthansa der nächste Ausstand ins Haus. An diesem Dienstag legen die Mitarbeiter des Callcenters die Arbeit nieder. Es geht um 25 Euro.

BerlinDie Gewerkschaft Verdi hat die 480 Beschäftigten des Lufthansa-Callcenters in Berlin für diesen Dienstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Bei einer Kundgebung in Tempelhof (13.00 Uhr) wollen die Beschäftigten ihre Forderung nach mehr Geld unterstreichen. Angesetzt ist der Warnstreik von 11.00 bis 16.00 Uhr.

In dem Berliner Callcenter laufen die Fäden des weltweiten Kundenservice der Airline zusammen. Verdi fordert für die Beschäftigten in zwei Stufen 90 Euro mehr Geld im Monat, das Angebot liegt nach Gewerkschaftsangaben bei 65 Euro.

Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit wollen dagegen noch in dieser Woche wieder miteinander verhandeln. In den Gesprächen soll es ausschließlich um die Übergangsversorgung der rund 5400 Piloten der Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gehen. Die Lufthansa hatte die Regeln dazu zum Jahresende 2013 einseitig gekündigt. Sie will erreichen, dass die Piloten später als derzeit in den Vorruhestand gehen. Bislang war das im Einzelfall bereits mit 55 Jahren möglich, wenn sämtliche neu eintretenden Vorruheständler zusammen einen Altersschnitt von 58 Jahren erreichten.

Zwischenzeitliche Angebote zur Anhebung des Durchschnittsalters um zwei Jahre hat die VC wieder vom Tisch genommen. „Wir kehren zu unserer ursprünglichen Forderung aus dem Jahr 2014 zurück“, sagte VC-Sprecher Markus Wahl am Montag. Das Angebot stand im engen Zusammenhang mit Forderungen zur Begrenzung der Billigtochter Eurowings. Das Hessische Landesarbeitsgericht hatte an der Verknüpfung Anstoß genommen und den Streik der Piloten gestoppt, weil außertarifliche Streikziele verfolgt würden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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