Der Selbstbedienungsgroßhandel hilft dem lokalen Mittelstand beim Aufbau
Metro hat die Internationalisierung zur Firmenkultur erhoben

Die Düsseldorfer Metro Group zählt zu den Handelskonzernen mit dem weltweit höchsten Internationalisierungsgrad. In 28 Ländern ist der Konzern bereits vertreten, und jedes Jahr werden es mehr. Rund die Hälfte des Umsatzes werden im Ausland erzielt. In der Internationalisierungsstrategie spielt die Großhandelstochter Metro Cash & Carry die entscheidende Rolle als „Speerspitze".

HB DÜSSELDORF. Lebende Schnecke in Shanghai, schier endlose Weinregale in Toulouse, bunte Teppiche in Marrakesch oder 63 Salami-Arten in Budapest: Metro Cash & Carry stellt sich auf die Kundenwünsche vor Ort ein. Wie ein Chamäleon passt sich der Großhändler den lokalen Gepflogenheiten an. Und das mit Erfolg: Metro Cash & Carry ist internationaler Marktführer im Selbstbedienungs-Großhandel - und das mit Abstand. „Unser Konzept kann international multipliziert und zugleich an die jeweiligen lokalen Bedingungen angepasst werden“, erläutert Gerd Becker, Generalbevollmächtigter von Metro Cash & Carry International (MCCI), das Erfolgsrezept. Becker ist für Erforschung und Auswahl neuer Auslandsstandorte verantwortlich. „Corporate Development“ nennt sich das im Fachjargon.

Die mit Abstand umsatzstärkste Konzerntochter „Metro Cash & Carry“ - in Deutschland schlicht als Synonym für „die Metro“ wahrgenommen - ist längst zu einem internationalen Handelsriesen mit 25 Mrd. Euro Jahresumsatz in 26 Ländern aufgestiegen. Mehr als drei Viertel des Geschäfts wird außerhalb Deutschlands gemacht. Von Tokio bis Edinburgh, von Moskau bis Lissabon: beinahe 500 Standorte umfasst das Netz der blau-gelben Großmärkte mit ihren insgesamt rund 77 000 Mitarbeitern. Damit ist Metro Cash & Carry die mit Abstand umsatz- und ertragsstärkste Sparte der Metro Group, die Nummer fünf der Welt, zu der Gesellschaften wie Real, Extra, Media Markt und Saturn, Praktiker sowie Galeria Kaufhof gehören

.

Überall in der Welt tickt Metro Cash & Carry nach dem selben Prinzip: Kunden der Großmärkte, die mit 25 000 qm fast vier Fußballfelder umfassen, sind Gewerbetreibende wie Einzelhändler oder Gastronomen. „Wir arbeiten aber mit unterschiedlichen Formaten, also Marktgrößen“, sagt Chef-Entwickler Becker. „In Frankreich zum Beispiel, wo ja bekanntlich gerne und gut gegessen wird, bieten wir in unseren Eco-Stores fast ausschließlich Lebensmittel und Frischwaren speziell für Hotels und Restaurants an.“

Wer einen Metro-Markt im Ausland betritt, sucht zunächst vergeblich nach exotischem Flair: Penibel sortierte Waren, blitzblanke Gänge und adrett präsentiertes Frischobst erwarten den Kunden in Ho Chi Minh City ebenso wie in Regensburg. Erst fremde Schriftzüge und landesspezifische Angebote wie etwa die Cricket-Abteilung im indischen Bangalore lassen erkennen, dass man nicht in Niederbayern ist.

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