Der starke Euro hilft
Bei LTU gehts aufwärts

Für die Wintersaison 2003/2004 und die kommende Sommersaison liegen die Buchungen bei Deutschlands drittgrößtem Ferienflieger sechs Prozent über dem Vorjahresniveau.

HB DÜSSELDORF. Das sagte der Geschäftsführer des LTU Lufttransport-Unternehmens, Jürgen Marbach, am Freitag. Außerdem sei der starke Euro gegenüber dem Dollar ein Vorteil für die Airline. Dadurch falle der sehr hohe Preis für das Flugzeugbenzin nicht so stark ins Gewicht. Das Starten und Landen an den Airports außerhalb Europas werde durch das Wechselkursverhältnis günstiger. „Der starke Euro ist sehr hilfreich“, unterstrich er.

Das Düsseldorfer Unternehmen, das vor genau zwei Jahren im Sog der damaligen Hauptanteilseignerin Swissair abzustürzen drohte, komme beim Verlustabbau schneller voran als vorgesehen. „Wir fliegen über Plan“, unterstrich Marbach. In diesem Jahr sei im Geschäftsplan noch ein Verlust in zweistelliger Millionenhöhe vorgesehen. 2004 sollen nicht nur operativ, sondern auch unter dem Strich schwarze Zahlen geschrieben werden. LTU peile im nächsten Jahr einen einstelligen Millionen-Gewinn an. Wie in Branchenkreisen vermutetet wird, war LTU bereits vor sechs Jahren in die roten Zahlen geraten. Der Verlust belief sich in der Spitze auf geschätzte 150 Millionen Euro 2001.

Der Ferienflieger war Ende 2001 durch eine Gemeinschaftsaktion der Belegschaft, des Anteilseigners Rewe (40 Prozent) und des Landes Nordrhein-Westfalen gerettet worden. Der Sanierungstarifvertrag, in dem die LTU-Mitarbeiter Gehaltszugeständnisse machten, läuft jetzt aus. Für die neuen Tarifverträge für das Boden-, Kabinen und Cockpit-Personal seien bereits die erste Gesprächsrunden gelaufen. „Die Verhandlungen sind unterbrochen, aber nicht abgebrochen“, schilderte Marbach. Die Gespräche für die insgesamt 2 650 Mitarbeiter der LTU (2 150 Vollzeit-Arbeitsplätze) würden 2004 fortgesetzt. Details über den Verhandlungsstand wollte der Geschäftsführer nicht nennen.

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