Details zum Börsengang
Metro macht bei Praktiker-Börsengang Ernst

Lange hat Metro die Märkte im Ungewissen gelassen, was mit seiner Baumarkt-Tochter Praktiker geschehen soll. Selbst die kürzliche Ankündigung des Börsengangs stand unter Vorbehalt. Jetzt ist der Handelskonzern konkret geworden.

HB FRANKFURT. Die Metro teilte am Sonntagabend in einer Ad-hoc-Mitteilung die Details des Börsengangs mit. Die Preisspanne beträgt demnach beträgt 16,00 bis 19,00 Euro. Die die Zeichnungsfrist beginnt am heutigen Montag, dem 7. November, und endet voraussichtlich am 17. November. Insgesamt würden bis zu 34,5 Millionen Inhaberaktien im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland und einer Privatplatzierung an institutionelle Anleger außerhalb Deutschlands angeboten. Der erwartete Bruttoemissionserlös betrage 424 bis 504 Millionen Euro. Die Aufnahme des Handels ist für den 18. November vorgesehen.

Metro wird nach dem Börsengang von Praktiker mit mindestens 40,5 Prozent an der Baumarktkette beteiligt bleiben. Der Streubesitz werde sich bei Platzierung aller Aktien, also inklusive der Reserve (Greenshoe), auf etwa 59,5 Prozent belaufen, teilte Praktiker am Montag anlässlich der IPO-Pressekonferenz in Frankfurt mit. Die Metro hat sich verpflichtet, ihre Anteile sechs Monate ab dem Start des Börsenhandels zu halten.

Wie die Praktiker Holding mitteilte, soll der Erlös - 140 Millionen Euro fließen Praktiker zu - „vor allem zur Stärkung ihres Eigenkapitals, zur Finanzierung der Erweiterung ihres Osteuropa-Geschäfts sowie zur kontinuierlichen Fortsetzung ihrer Unternehmensstrategie in Deutschland“ verwendet werden. Praktiker-Chef Wolfgang Werner hatte der "Euro am Sonntag" in einem Interview gesagt, in Osteuropa sollten bis zu 15 neue Märkte pro Jahr eröffnet werden. Mögliche Zukäufe in Deutschland schloss Werner eher aus.

Bis zu 8 Millionen der angebotenen Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung, bis zu 22 Millionen Anteilsscheine vom Mutterkonzern Metro. Die Konsortialbanken hätten eine Mehrzuteilungsoption über bis zu 4,5 Millionen weitere Aktien.

Ende Oktober hatte die Metro den Börsengang angekündigt - unter dem Vorbehalt, das Unternehmen eventuell doch noch als Ganzes an einen Investor zu verkaufen. Damit blieb der Handelskonzern seiner Linie treu, sich alle Optionen offenzuhalten. Denn bis dato hatte die Metro über Monate hinweg immer die drei Möglichkeiten genannt, die Baumarkt-Tochter zu verkaufen, an die Börse zu bringen oder zu behalten. Doch nachdem in der Vergangenheit Gespräche mit strategischen Investoren – darunter dem US-Baumarktgiganten Home Depot – ergebnislos geblieben waren, hatte sich die Reihe der Kaufinteressenten gelichtet. Wie es in Verhandlungskreisen hieß, war zuletzt allein noch die britische Beteiligungsgesellschaft Permira als Käufer im Rennen.

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