Deutsch-französisches Doppel
Air Berlin verbündet sich mit Air France

Deutschlands zweitgrößte Airline hat einen neuen Partner. Auf Drängen des Großaktionärs Etihad verbündet sich Air Berlin mit Air France. Doch die neue Allianz könnte zu strategischen Problemen führen.
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BerlinDeutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft verknüpft ihr Streckennetz künftig mit dem der französisch-niederländischen Air France-KLM. In die neue Partnerschaft ist auch die arabische Airline Etihad eingebunden, wie Air Berlin am Montag mitteilte. Damit wollen alle drei Gesellschaften ihre Flüge im sogenannten Codesharing gegenseitig unter eigenen Flugnummern vermarkten und ihren Kunden auf diese Weise zusätzliche Flugziele anbieten.

Durch die Partnerschaft mit Air France-KLM erhöhe sich die Zahl der Ziele von Air Berlin in Frankreich auf neun von drei, teilte Air Berlin mit. Air France erweitere durch das Abkommen mit Air Berlin ihr Flugangebot in Deutschland, Polen und Österreich. Darüber hinaus wollen Etihad und Air France bei Flügen zwischen Europa und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammenarbeiten.

„Für Air Berlin ist die Zusammenarbeit mit der Air-France-KLM-Gruppe ein weiterer Meilenstein im Aufbau eines einzigartigen, globalen Flugnetzwerks“, sagte Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn. Das strategische Dilemma: Im März ist das Unternehmen der Luftfahrtallianz Oneworld um die IAG-Gesellschaften British Airways und Iberia beigetreten. Air France-KLM gehört hingegen zum Konkurrenzbündnis Skyteam. Mit dem neuen Bündnis dürfte klar sein, welche Partnerschaft für die Berliner Priorität hat.

Die arabische Fluggesellschaft Etihad hatte die Zusammenarbeit ihres angeschlagenen deutschen Partners mit dem französischen Konkurrenten bereits vergangene Woche öffentlich begrüßt. Weitere Finanzspritzen wollen die Araber den Deutschen nach dem Geldregen vom Jahresbeginn nicht verabreichen. „Air Berlin braucht keinen weiteren Kredit von uns“, sagte Hogan. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn legte sich der Manager nicht auf einen Favoriten fest. Er hält es aber für notwendig, dass das Management im Zuge der Sanierung „harte Entscheidungen“ trifft. Air Berlin sei „eine Airline im Übergang“.

Etihad war im Januar zum größten Aktionär aufgestiegen und hatte der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft mit einem Kredit über 255 Millionen US-Dollar (198 Mio Euro) aus der Klemme geholfen. Air Berlin hat den Großteil der Summe bis zur Jahresmitte bereits abgerufen. Vorstandschef Mehdorn will die Gesellschaft nach jahrelangen Verlusten im kommenden Jahr in die Gewinnzone bringen. Dazu soll neben Kürzungen bei Strecken und Flotte auch der vollzogene Eintritt zum Luftfahrtbündnis Oneworld beitragen.

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  • Das wäre die schlechteste Lösung. Die LH wird systematisch ruiniert, bietet zu Höchstpreisen nur Mittelmaß und ignoriert ihre Kunden. Sicherlich ist nicht AF/KLM die Lösung; aber es gibt ja die Asiaten, Emirates und AIR NEWZEALAND.

  • Was für ein Verhau, erst Oneworld mit British Airways als große Chance, wenige Monate später dann Skyteam mit Air France. Die Briten haben eine erfolgreiche Sanierung hinter sich, die Franzosen sind noch mittendrin. Und dazu kommt jetzt Air Berlin, ein ganz dicker Sanierungsfall. Na, mal schauen ob aus dieser melange a trois noch etwas wird.

  • @ Abflug:
    mit dem Satz die LH pfercht ihre Passagiere wie Vieh in der Kabine zusammen, haben Sie ein weiteres Problem der LH angesprochen. Um noch mehr Sitze in die Flieger zu bekommen, hat man auf Veranlassung des Chefsanierers Franz die älteren bequemen Sitze gegen kürzere und daher mit deutlich härterer Rückenlehne ausgetauscht und die Garderobe ausgebaut. Damit bekommt man 15 Sitze mehr in das Fluggerät. Zu leiden hat der Passagier, der sich nunmehr statt nach Tomatensaft nach Paracetamol sehnt, damit er den Flug ohne Rückenschmerzen übersteht.

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