Deutsche Bahn
Bahnchef Grube ist schneller als sein Fahrplan

Heute ist der große Tag für Rüdiger Grube: Er übernimmt den Chefposten bei der Deutschen Bahn. Für Hartmut Mehdorn gibt es noch einmal den großen Bahnhof: Er wird in Berlin feierlich verabschiedet - auch die Bundeskanzlerin hat sich angesagt.

DÜSSELDORF. Einen letzten großen Bahnhof inszeniert die Deutsche Bahn am Montag im Berliner Museum für Verkehr und Technik für ihren Ex-Chef Hartmut Mehdorn – einen glanzvollen Abschiedsempfang, zu dem sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel angesagt hat. Gleich danach aber werden die Weichen für den Neubeginn mit Bahnchef Rüdiger Grube endgültig gestellt: Am Nachmittag will der Aufsichtsrat die in der letzten Woche schon durchgesickerten Neubesetzungen im Bahnvorstand absegnen.

Der neue oberste Eisenbahner, der erst zu Monatsbeginn angetreten ist, schafft damit sein erstes Pensum gewissermaßen überpünktlich, eine Woche schneller als ursprünglich angekündigt. Denn eigentlich wollte Grube erst bis zum Monatsende in der Datenschutzaffäre aufgeräumt und für den Vorstand den Neustart eingeleitet haben.

Mit reichlich Vorschusslorbeeren aus der Politik wie von den Eisenbahner-Gewerkschaften bedacht, geht es für Grube nun ab ins operative Geschäft. Nach den raschen Schnitten beim Führungspersonal wird damit bei der Bahn die Zeit der großen Unruhe erst einmal vorbei sein. Denn der neue Bahn-Chef hat bei seinen bisherigen Auftritten stets betont, dass er strategisch die Linie seines Vorgängers voll und ganz weiterfahren wird. Auch er will die Bahn zu einem internationalen Mobilitätsdienstleister rund um das Kerngeschäft Schiene entwickeln.

Und er scheut dabei auch nicht das Wort vom Börsengang , das in Teilen der Politik zum Reizwort geworden ist. Auch wenn das Listing derzeit in die Ferne gerückt sei: „Kapitalmarktfähigkeit ist wichtig fürs Rating“, betont Grube immer wieder.

Im Unternehmen wird das Versprechen der Kontinuität durchweg mit Erleichterung gesehen. Bei seinen ersten Gesprächen mit Führungskräften überzeugte Grube sowohl durch seinen freundlich-verbindlichen Auftritt als auch seine klaren Ansagen zur Sache. „Der Mann weiß genau, was er will. Und er weiß auch, wie er das durchsetzen kann“, sagt ein hochrangiger Bahn-Manager.

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