Deutsche-Bahn-Chef Grube
Die Bahn setzt auf autonomes Fahren

Die Bahn fährt in die Zukunft: Mit neuen Geschäftsmodellen will das Unternehmen auf Wettbewerber wie den Mitfahrdienst Uber reagieren. Teil des Plans ist ein „Deutschland-Ticket“. Was es damit auf sich hat.

Die Deutsche Bahn will in Zukunft auch autonom fahrende Autos einsetzen. "Auch wir arbeiten an Projekten und werden mit Sicherheit in Zukunft Flotten mit fahrerlosen Autos betreiben", sagte Bahnchef Rüdiger Grube dem Magazin "WirtschaftsWoche" laut Vorabbericht vom Donnerstag. Er bezeichnete das automatisierte Fahren als großes Vorhaben seines Unternehmens. Mit neuen Geschäftsmodellen wolle die Bahn auf Wettbewerber wie den Mitfahrdienst Uber reagieren.

Die Entwicklung selbstfahrender Wagen gilt als großes Zukunftsthema der Automobilindustrie. Jüngst gab dazu Fiat Chrysler eine Kooperation mit dem Internetriesen Google bekannt. Es handelt sich um die bisher umfassendste Zusammenarbeit zwischen einem Silicon-Valley-Konzern und einem der großen Autobauer. Andere Hersteller wie Daimler, Ford und die Opel-Mutter General Motors haben Bedenken. Sie fürchten zum Zulieferer degradiert zu werden, während Technologieunternehmen die Gewinne abschöpfen.

Grube zufolge will die Bahn künftig ein Deutschland-Ticket für alle Verkehrsmittel anbieten. Damit soll der Kunde Zug fahren können, Räder ausleihen, Busse und Taxis nutzen und bezahlen. "Am Monatsende gibt es dann eine Rechnung wie fürs Telefon. Und der Kunde hat die Garantie, dass das System stets den günstigsten Tarif abrechnet", erläuterte Grube.

Um an frisches Geld zu kommen, will die Bahn Minderheitsanteile am internationalen Logistikgeschäft Schenker und am Auslandsgeschäft der Personverkehrstochter Arriva verkaufen. Der Aufsichtsrat beauftragte den Vorstand in einer Sitzung am Mittwoch damit, dazu einen konkreten Plan zu erstellen. Eine endgültige Entscheidung soll im Herbst fallen. "Die Kapitalbeteiligung Dritter begrenzt die Verschuldung und schafft finanziellen Spielraum, um die Qualitäts- und Investitionsoffensive in Deutschland fortzuführen", erläuterte Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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