Deutsche Bahn

Das Buchen von Online- und Handytickets soll leichter werden

Die Deutsche Bahn will Kunden das Buchen von Online- und Handytickets erleichtern. Ab Oktober müssen Reisende bei der Fahrscheinkontrolle nur noch ihren Vor- und Nachnamen nachweisen – und zwar per Ausweis.
Das Buchen von Tickets der Deutschen Bahn soll dem Konzern zufolge einfacher werden. Quelle: dpa
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Das Buchen von Tickets der Deutschen Bahn soll dem Konzern zufolge einfacher werden.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Bahn vereinfacht die Buchung von Online- und Handytickets. Ab dem 1. Oktober müssen Fahrgäste bei der Fahrscheinkontrolle nur noch ihren Vor- und Nachnamen nachweisen, und zwar per Personalausweis oder Pass, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Bislang mussten Fahrgäste das Dokument vorzeigen, das sie bei der Buchung verwendet hatten, also Kreditkarte, BahnCard oder Ausweis.

Eine Verwechslung von Zahlungs- und Identifikationskarte sei nicht mehr möglich, erklärte die Deutsche Bahn. Auch die Buchung von Tickets für Dritte wird demnach einfacher, weil auf dem Online- oder Handyfahrschein nur noch der Name steht.

Das sind die größten Baustellen der Bahn
Fernverkehr
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Erst vor wenigen Tagen hat die Bahn den neuen ICE 4 vorgestellt – und sich im Fernverkehr Einiges vorgenommen. Um 25 Prozent soll das Angebot bis 2030 ausgebaut, fünfzig Millionen neue Fahrgäste gewonnen werden. Tatsächlich schafft es die Bahn mit ihrer Preisoffensive, etwa mit den 19-Euro-Tickets, mehr Fahrgäste in die Züge zu locken. Aber die Rendite leidet.

Güterverkehr
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Der Güterverkehr der Bahn ist ein Sanierungsfall. Zwar verbesserte sich das Ergebnis von DB Cargo im ersten Halbjahr 2016, aber die Sparte ist defizitär– und das schon seit Jahren. Zwischen 2007 und 2015 stagnierte die Verkehrsleistung, und das in einer boomenden Wirtschaft. Private Anbieter, auch auf der Straße, machen der Bahn zunehmend Konkurrenz.

Pünktlichkeit
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174,63 Millionen Minuten haben die Personen- und Güterzüge der Bahn 2015 an Verspätungen eingefahren. Hauptursache ist die wachsende Zahl von Baustellen. Zwar schneidet die Bahn im ersten Halbjahr 2016 besser ab. Aber: Das Bemühen um pünktliche Züge ist laut Bahnchef Grube „mit großen Kraftanstrengungen verbunden“.

Infrastruktur
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Die Bahn investiert viel Geld in die Infrastruktur: Gut 5,2 Milliarden Euro flossen 2015 etwa in die Instandhaltung von Schienenwegen und Brücken. Doch es hapert bei der Koordinierung der vielen Baustellen. Und so verursacht die von Konzernchef Grube gefeierte „größte Modernisierungsoffensive in der Bahn-Geschichte“ vor allem eines: Verspätungen.

Privatisierung
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Die Bahn braucht Geld, um den Schuldenanstieg zu bremsen. Geplant war deshalb ein Verkauf von maximal 40 Prozent der britischen Tochter Arriva und des Transport- und Logistikkonzerns DB Schenker. Arriva sollte im zweiten Quartal 2017 an der Londoner Börse starten, Schenker danach in Frankfurt. Doch die Pläne sind jetzt vom Tisch.

Stuttgart 21
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Bahnchef Grube feierte kürzlich die Grundsteinlegung für den Stuttgarter Tiefbahnhof, aber das Großprojekt bleibt umstritten. Beim Volksentscheid 2011 war noch von 4,5 Milliarden Euro Kosten die Rede. Der Bundesrechnungshof hält nun offenbar zehn Milliarden Euro für möglich, Grube selbst spricht von 6,5 Milliarden Euro.

Zu den akzeptierten Dokumenten gehören neben Personalausweis und Reisepass alle europäischen Personalausweise und internationalen Reisepässe, ein elektronischer Aufenthaltstitel und die Bescheinigung über die Meldung Asylsuchender, wie die Bahn erläuterte. Schülerausweis, Führerschein oder Truppenausweis reichen nicht.

  • afp
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