Deutsche Bahn
Hamburg droht Ärger mit HHLA

Der Hamburger Senat riskiert Ärger bei der Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA), um den geplanten Umzug der Deutschen Bahn in die Hansestadt zu ermöglichen

HB HAMBURG. Er ist bereit, gegen den Widerstand des Aufsichtsrats die Mehrheit der HHLA an den Berliner Staatskonzern abzugeben, heißt es in Senatskreisen. „Der Senat hat – anders als der Aufsichtsrat – nicht nur die Interessen des Unternehmens, sondern auch übergeordnete gesamtstädtische Interessen zu berücksichtigen“, sagte ein Sprecher der Finanzbehörde.

Der HHLA-Aufsichtsrat hatte am Dienstag empfohlen, dass die Hansestadt auch in Zukunft eine Mehrheit von 50,1 Prozent an der HHLA halten sollte. Der Senat ist an diese Empfehlung aber nicht gebunden. „Es ist noch völlig unklar, wie viele Anteile an der HHLA die Stadt abgeben will“, sagt eine Senatssprecherin. Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust will Bahn-Chef Hartmut Mehdorn dazu bewegen, die Firmenzentrale von der Spree in die Hansestadt verlegen. Im Gegenzug soll das Staatsunternehmen die Mehrheit an der HHLA sowie Anteile an der Hamburger Hochbahn (HHA) erhalten.

Die Verkaufspläne erzürnen die HHLA-Mitarbeiter. Sie wollen am Sonntag auf einer Betriebsversammlung gegen den Einstieg der Bahn protestieren. Der Grund: Aufsichtsratsmitglied und Verdi-Vertreter Wolfgang Rose befürchtet, dass die Deutsche Bahn die HHLA zerschlägt. Er weist deshalb auf geltende Tarifverträge hin, die nicht gebrochen werden könnten. Diese sehen vor, dass die HHLA bei allen Tochterfirmen bis 2012 nicht mehr als 49 Prozent der Anteile veräußern kann. Sprecher der Bahn und der HHLA wollten sich nicht äußern. ek/lip

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