Deutsche Bahn

Künftig besserer Handy-Empfang im Zug

Mehr als 3000 Wagen will die Deutsche Bahn bis 2018 mit neuen Repeatern für einen besseren Handyempfang versehen. Auch ungeliebte Funklöcher könnten mit der neuen Technik ausgemerzt werden.
Das Zugunternehmen wird künftig nicht nur das neue Flagschiff, sondern auch ältere Modelle der Fernverkehrszüge mit neuen Repeatern ausstatten. Quelle: dpa
Der neue ICE 4 der Deutschen Bahn

Das Zugunternehmen wird künftig nicht nur das neue Flagschiff, sondern auch ältere Modelle der Fernverkehrszüge mit neuen Repeatern ausstatten.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Bahn verspricht ihren Kunden in den Fernzügen einen besseren Handy-Empfang. Das Unternehmen startete den Einbau neuer Mobilfunkrepeater in ICE- und IC-Zügen, wie es am Donnerstag in Berlin mitteilte. Bis Ende 2018 sollen damit insgesamt 3750 Wagen ausgerüstet sein – darin soll es „erheblich weniger Gesprächsabbrüche und wesentlich höhere Datenraten“ geben.

In einem ersten Schritt werden laut Bahn bis Sommer 2017 ältere Repeater in sämtlichen Handybereichen im ICE ersetzt. Danach sind andere ICE-Wagen sowie „ausgewählte Erste-Klasse-Wagen der Intercity-Flotte“ dran. Auch die neuen ICE 4 bekommen die neue Technik – zu erkennen an einem Smartphone-Piktogramm.

Das ist die neue Generation auf der Schiene
Eine neue Generation geht an den Start
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Der ICE 4 wurde am 14. September 2016 in Berlin offiziell vorgestellt. Ab Ende 2017 geht er in Dienst und soll dann Schritt für Schritt die Züge der ersten beiden Generationen ablösen. Seit 25 Jahren fährt der Hochgeschwindigkeitszug durch Deutschland.

Startschuss für den Hochgeschwindigkeits-Verkehr: Der ICE 1
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Der Intercity-Express hieß anfangs noch Intercity Experimental. Denn für die Deutsche Bahn war es eine Revolution. Der Hochgeschwindigkeits-Fernverkehr wurde auf Triebzüge umgestellt. Bis in die achtziger Jahre galten Lokomotiv-bespannte Züge als das Nonplusultra. 1987 bestellte die damalige Bundesbahn 41 ICE-Züge. Kostenpunkt 2,1 Milliarden D-Mark oder gut eine Milliarde Euro.

Premiere 1991
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In Betrieb gingen die Züge vor genau 25 Jahren, parallel zur Eröffnung der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover-Würzburg. Später bestellte die Bahn noch einmal 19 Züge nach. Der schwärzeste Tag dieser ersten ICE-Generation war der 3. Juni 1999. In Eschede entgleiste ein Zug, 101 Menschen kamen ums Leben. Der ICE 1 fährt maximal 280 Stundenkilometer schnell.

Die Marketingidee: Der ICE 2
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Die Idee für eine zweien Generation von ICE-Zügen kam eigentlich aus der Marketingabteilung der Bahn, die gerade (1994) privatisiert worden war. Denn die 44 ICE bestanden im Gegensatz zu ihrem Vorgänger mit maximal 14 Mittelwagen nur noch aus sechs Mittelwagen. Dafür sind zwei Züge koppelbar. Die Bahn...

Doppelzug für doppelt so viel Strecke
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...wollte mehr Flügelzüge einsetzen. So wird die Linie Berlin – Rheinland noch heute in Hamm getrennt, ein Zug fährt über das nördliche Ruhrgebiet nach Köln, der andere durch das südlich gelegene bergische Land. Hier hat es noch keinen Totalausfall gegeben. Alle Triebzüge sind bis heute im Einsatz. Höchstgeschwindigkeit 280 Stundenkilometer.

Der Kurvenspezialist: Der ICE T
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Um auch auf kurvenreichen Strecken schneller voranzukommen ohne dass die Gleisanlagen für Milliarden umgebaut werden müssen, entwickelte die Industrie auf Betreiben der Bahn in den neunziger Jahren den ICE T. 1999 und 2000 gingen insgesamt 70 Züge in Betrieb, deren Höchstgeschwindigkeit mit 230 Stundenkilometer naturgemäß geringer liegen konnte als bei den anderen ICEs.

Gute Kurvenlage
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Das Besondere an diesen Fahrzeugen ist die so genannte Neigetechnik. Die Triebzüge legen sich regelrecht in die Kurven – was allerdings nicht alle Fahrgäste als angenehm empfinden. Die ICE T waren die ersten Fernzüge, bei denen Fahrgäste in den Lounges der Endwagen dem Lokführer sozusagen über die Schulter sehen konnten.

Die Technik unterstütze sämtliche heute von den Mobilfunkbietern verwendeten Frequenzbänder, erklärte die Bahn. Sie schaffe damit bestmögliche Empfangsbedingungen für die gängigen Netzstandards GSM, UMTS und LTE für „stabile Sprachtelefonie und schnelle Datenübertragung“.

Repeater sind notwendig, da die Außenhülle der Fernverkehrszüge nahezu undurchlässig für Mobilfunksignale ist, wie die Bahn erklärte. Die Repeater verstärken demnach die über Antennen auf den Wagen empfangenen Mobilfunksignale und geben sie in den Fahrgastraum weiter. Zusätzlich würden Messboxen für eine Analyse der Empfangsqualität entlang der Strecke und im Innenraum eingebaut. So sollen „Problemstellen“ schnell identifiziert werden. Die Netzbetreiber könnten dann die Versorgung an den Eisenbahnstrecken gezielt verbessern.

  • afp
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