Deutsche Bahn
Mehdorn bleibt nur befristet Doppel-Chef

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wird nach dem Börsengang seines Unternehmens nur wenige Monate Vorstandschef der dann teilprivatisierten Transporttochter, der sogenannten DB Mobility Logistics AG, bleiben.

ap BERLIN. Darauf verständigten sich nach „Spiegel“-Informationen vom Wochenende die Mitglieder des Präsidiums des Aufsichtsrates am vergangenen Donnerstag. In der Sitzung hätten die beiden Staatssekretäre Matthias von Ranbow (Verkehr) und Axel Nawrath (Finanzen) im Beisein Mehdorns deutlich gemacht, dass sie „auch im Namen ihrer Minister“ dessen Doppelrolle als Chef des Transportunternehmens und der Bahn-Holding nur bis maximal Ende 2009 dulden würden. Danach müsse Mehdorn als Chef der DB Mobility Logistics AG abtreten, obwohl sein Vertrag als Bahn-Chef bis Mitte 2011 läuft.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Werner Müller, schlug laut „Spiegel“ daraufhin vor, Mehdorn schon in der ersten Hauptversammlung im Frühjahr kommenden Jahres für den Aufsichtsrat zu nominieren. Er könne das Gremium dann, die Wahl durch die anderen Aufsichtsräte vorausgesetzt, auch leiten. Müller werde diesen Posten für Mehdorn freimachen.

Der neue Chef der Bahngewerkschaft Transnet, Lothar Krauß, drohte dem neuen Personalvorstand der Deutschen Bahn, seinem Vorgänger Norbert Hansen, mit einem Arbeitskampf, sollte er seine Personalabbaudrohung wahr machen. „Die Tarifverträge zur Beschäftigungs- und Struktursicherung beinhalten klare Ansagen von beiden Seiten“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Schert die Bahn aus, und sei es noch so zaghaft, haben wir morgen einen Arbeitskampf.“

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