Deutsche Bahn steigert Gewinn
Grubes Konzernumbau zeigt erste Erfolge

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr ihre Ergebnisse nach langer Talfahrt wieder stabilisiert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen legt auf gut eine Milliarde Euro zu. Mehr tun will die Bahn für die Sicherheit.

BerlinDie Deutsche Bahn hat nach längerer Talfahrt ihr Geschäft stabilisiert und so die Chancen für Konzernchef Rüdiger Grube auf einen neuen Vertrag erhöht. Mit einem harten Sparkurs und einem besseren weltweiten Frachtgeschäft stieg der Betriebsgewinn im ersten Halbjahr auf eine Milliarde Euro und damit um 13 Prozent oder fast 120 Millionen Euro, wie der Staatskonzern am Mittwoch mitteilte.

In den Zügen fuhr eine Rekordzahl von Passagieren, was sich allerdings wegen zahlreicher Sonderangebote beim Gewinn kaum bemerkbar machte. Auf der anderen Seite kürzte das Unternehmen Investitionen um fast 300 Millionen Euro. Mehr tun will die Bahn angesichts der jüngsten Anschläge für die Sicherheit: Dafür sollen in den nächsten Jahren 500 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt werden. Kontrollen wie an Flughäfen werde es aber nicht geben.

Bahnchef Grube zeigte sich optimistisch: „Wir sind zuversichtlich und fest entschlossen, dass wir unsere wirtschaftlichen Ziele für 2016 erreichen werden.“ Dann soll der Betriebsgewinn 1,86 Milliarden Euro und nach Abzug von Zinszahlungen und Steuern noch gut 500 Millionen Euro betragen. Für Grube ist das wichtig, da sein Vertrag 2017 ausläuft und noch in diesem Jahr verlängert werden muss. Angesichts des Milliarden-Verlustes 2015, steigender Schulden und Dauer-Problemen mit Pünktlichkeit und Service hat sich der Bund als Eigentümer in der Frage bislang bedeckt gehalten.

Tatsächlich profitierte Grube jetzt vom Vergleich zum ersten Halbjahr 2015, wo Streiks und Unwetter den Betriebsgewinn um fast 300 Millionen Euro gedrückt hatten. Auch der Wegfall dieser Sondereinflüsse konnte jetzt den Betriebsgewinn allerdings nicht annähernd um diese Summe anheben.

Der Umsatz war mit 20 Milliarden Euro auch kaum verändert. Besserung gelobte Grube bei der Pünktlichkeit der Fernzüge: „Wir fokussieren uns weiter auf das Brot- und Butter-Geschäft.“ Zwar wurde im ersten Halbjahr trotz günstiger Witterung das Ziel von 80 Prozent pünktlicher Züge verfehlt. Für das Gesamtjahr peile er den Wert aber weiterhin an, sagte Grube.

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