Deutsche Bahn: Steuerzahler muss Bahn mit Milliarden retten

Deutsche Bahn
Steuerzahler muss Bahn mit Milliarden retten

Die Deutsche Bahn ist hoch verschuldet und macht Verluste. Doch nun bekommt der Konzern eine Milliardenspritze aus dem Bundeshaushalt. In den kommenden vier Jahren sollen Milliarden zusätzlich fließen.
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BerlinDie angeschlagene Deutsche Bahn bekommt eine Milliarden-Geldspritze aus dem Bundeshaushalt. In den kommenden vier Jahren sollen dem Staatsunternehmen 2,4 Milliarden Euro zusätzlich zufließen, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums am Mittwoch. Dies sei mit Finanzminister Wolfgang Schäuble abgestimmt. Demnach soll ab 2017 die Bahn nur noch 600 Millionen Euro Dividende anstelle der eigentlich vereinbarten 950 Millionen Euro an den Bund zahlen.

Die Dividende fließt seit einigen Jahren nach einer Vereinbarung für Investitionen ins Schienennetz an den Staatskonzern zurück. Die über vier Jahre dann fehlenden insgesamt 1,4 Milliarden Euro schießt aber jetzt der Bund zu. Zudem soll in diesem oder dem nächsten Jahr die Bahn eine weitere Milliarde Euro aus Steuergeld bekommen, um ihr Eigenkapital zu stärken.

Die Bahn hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von über einer Milliarde Euro ausgewiesen und kommt auch in diesem Jahr nur schwer in Schwung. Sie leidet unter anderem unter den Verlusten ihrer Güterbahn und im Fernverkehr unter der Konkurrenz der Fernbusse. Daher kann das Unternehmen seine Investitionen nicht mehr aus eigener Tasche bezahlen und muss immer mehr Kredite aufnehmen.

Der Schuldenberg beträgt inzwischen fast 20 Milliarden Euro. Die Kreditwürdigkeit steht daher unter Beobachtung der Ratingagenturen. Das Unternehmen müsste bei einer weiteren Herabstufung der Bonität mit höheren Zinszahlungen rechnen. Das soll mit der Kapitalspritze verhindert werden.

Die Konkurrenten der Bahn haben die geplante Milliardenhilfe kritisiert. „Die vorgesehene Kapitalerhöhung kommt nicht primär dem Schienenverkehr in Deutschland zugute, sondern dient erkennbar der Korrektur von politischen und unternehmerischen Fehlentscheidungen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE), Ludolf Kerkeling, am Mittwoch in Berlin.

Es sollten so die finanziellen Folgen des überdehnten Expansionskurses in den Straßengüterverkehr und der internationalen DB-Engagements gedämpft werden. „Es stellt sich aber vor allem die Frage, warum der Bund zusätzliches Kapital nur einem Bahnunternehmen zur Verfügung stellt?“, sagte Kerkeling.

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  • Nach Erhöhung der Sätze
    Sozialverband fordert mehr Hartz IV für Gaststättenbesuche, Tabak und Alkohol
    Zum Jahresbeginn 2017 werden die Hartz-IV-Sätze in Deutschland angehoben. Die Kosten dafür liegen bei 590 Millionen Euro im Jahr. Ein Sozialverband fordert nun ein deutliches Plus - für einen überraschenden Zweck.

    ........................

    Ein Urlaub auf Bahamas muss auch einmal im Leben sein, zu reguläre Arbeitsjahren ist es Finanziell nicht möglich, also macht man es dann verbilligt als Hartz 4 Empfänger ?

    Und was ist mir Single-Männer ? bekommen diese mindestens einmal im Jahr ein Besuch bezahlt beim Rotlicht-Milieu ???

    Nur so als Psychologischer Wiederaufbau, damit man dann eher motiviert einen Neuen Arbeitsplatz findet damit man dann es öfters wiederholen Kann ???

    :-))))))))))))))

    So lächerlich macht sich selbst Deutschland innerhalb der EU !

    :-))))

  • @G. Nampf

    Da sind Sie aber einer der Wenigen, die sich für dieses Thema interessieren, welches dafür verantwortlich zeichnet, dass es eine 2.Klassengesellschaft gibt, bei der sich eine als elitär, für nichts persönlich haftend und mit Narrenfreiheit, sowie Arbeitsplatz- und Rentensicherheit ausgestattet, selbstherrlich agierend eingenistet hat.

    Um allen Anderen zu vermitteln, wofür der nicht mehr eingeführte §339 StGB vereinfacht dargestellt stand:

    Er bedrohte alle öffentlichen Amtsträger mit bis 5 Jahre Haft für den Fall, dass diese vorsätzlich Bürger schädigten. Bis 1943 hatte dieser Paragraph immerhin 75 Jahre Bestand. Österreich hat diesen Paragraphen nach dem Krieg ziemlich schnell wieder eingeführt – bei uns scheint man dem eingedeutschten Psychopathen dafür bis jetzt dankbar zu sein.

    Es gibt zwar bei uns auch im StGB Bestimmungen zum Amtsmissbrauch – aber nicht mit einer persönlichen Strafbarkeit des öffentlich-rechtlich Handelnden gegenüber dem gemeinen Bürger. Der darf sich über alle Instanzen sein Recht auf Amtshaftung einklagen, sodass im Ergebnis die gemeinen Bürger statt des kriminell Handelnden, wie z. B. im ÖD, die Zeche zahlen dürfen.

    Nur wenn der kriminell Handelnde zum Schaden des Staats handelt, dann kann er seinen Job, etc. verlieren.

  • Die Deutsche Bahn ist hoch verschuldet und macht Verluste.

    --------------

    Wer nicht mit der Zeit geht der hat schlechte Karten !

    SCHON MAL DARÜBER NACHGEDACHT ÜBER DIE PREPAID-MONATS-ABO ???

    Wo doch nicht alle eine Abbuchungsmöglichkeit haben.

    Und was ist mit eine einheitliche JAHRESABO für bestimmte Fahrt-Zonen-Anzahl ab Wohnort ?

    Da würden mehr die Bahn benutzen.

    Mehr Benutzer = mehr Einnahmen !

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