Deutsche Bank-Manager soll gehen
Interessenskonflikte im Lufthansa-Aufsichtsrat

Die Lufthansa will offenbar erreichen, dass zukünftig in ihrem Aufsichtsrat kein Mitarbeiter der Deutschen Bank mehr sitzt. Grund ist deren Beteiligung am Konkurrenten Air Berlin. Im Gegenzug könnte der frühere Lufthansa-Chef Weber den Aufsichtsrat der Deutschen Bank verlassen.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Lufthansa will nach einem Bericht der „WirtschaftsWoche“ den Deutsche-Bank-Manager Clemens Börsig aus ihrem Aufsichtsrat drängen. Hintergrund sei die Beteiligung der Bank an dem Konkurrenten Air Berlin, schreibt die Zeitschrift unter Berufung auf einen Konzernmanager. Eine Lufthansa-Sprecherin wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Air Berlin setze Lufthansa immer stärker zu und deshalb „wäre es doch seltsam, dass einer von deren Hauptaktionären allzu tiefe Einblicke in unser Geschäft und das unserer Billigtochter Germanwings erhält“, sagte der Manager dem Bericht zufolge. Die Bank, die gut 14 Prozent an Air Berlin halte, wolle im Gegenzug erreichen, dass der frühere Lufthansa-Chef und heutiger Lufthansa- Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Weber den Aufsichtsrat der Deutschen Bank verlässt. Börsig ist Finanzchef der Deutschen Bank.

Die Neuwahl zum Lufthansa-Aufsichtsrat findet auf der Kapitalseite turnusgemäß auf der Hauptversammlung am 29. April statt. Mitte März dürfte der heutige Aufsichtsrat die Aktionäre über seine Vorschläge für die Wahl informieren. Bei der Neubesetzung des Gremiums wird nach Angaben aus Branchenkreisen der zurückgetretene Post-Chef Klaus Zumwinkel nicht wieder für das Amt kandidieren.

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