Deutsche Brauereien: Craft-Biere machen den Biermarken Konkurrenz

Deutsche Brauereien
Fernseh-Biere unter Druck

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Craft-Biere machen den Biermarken Konkurrenz

Die deutschen Mittelständler sind stark auf diesen schrumpfenden Heimatmarkt fixiert. Allein die süddeutschen Weißbier-Brauer konnten ihren Export deutlich steigern. Doch auf dem deutschen Markt wird es auch für sie schwieriger. Denn nicht nur die internationalen Marken kratzen am Image der deutschen „Fernseh-Biere“, in der Branche so genannt wegen ihrer zahlreichen TV-Spots.

Während der durchschnittliche Bierkonsum pro Kopf sinkt, also das tägliche Feierabendbier oft ausfällt, wird Bier vom Lebens- zum Genussmittel. Davon profitieren die Bierspezialitäten, Craft-Biere, die längst die Provinz erreicht haben. Überall sind kleine Brauereien entstanden: In Dortmund macht „Bergmann-Bier“ den alteingessenen Brauereien Konkurrenz, in Hamburg versuchen sich die jüngsten Sprösse einer Bierverleger-Dynastie erfolgreich an der Wiederbelebung der Marke Ratsherrn – mit einer Palette von Edel-Pils über Pale-Ale bis zum fast vergessenen Rotbier.

Solche teuren Spezialitäten kratzen am Markt der Premium-Biere. Daher springen die großen Brauer – mehr oder weniger erfolgreich – auf den Trend auf: Von Beck’s gibt es inzwischen ebenfalls Spezialitäten. Näher am Ursprung sind die Brauer bei Maisel’s, die neben dem traditionellen Weißbier neue Rezepturen in handwerklicher Brauweise ausprobieren.

Entsprechend sind die Marken in Bewegung. Im ersten Halbjahr 2015 kam es dabei vor allem darauf an, wer am wenigsten verliert. Krombacher, seit Jahren aufstrebend, konnte sich dank geringer Verluste von 0,3 Prozent in der Hitliste des Magazins „Getränke Inside“ von den beiden großen Konkurrenten Bitburger und Veltins absetzen und sogar die günstige Marke Oettinger überrunden.

Und auch auf der anderen Seite des Marktes tut sich etwas – und zwar nicht in die von den mittelständischen Brauereien gewünschte Richtung: Aldi senkte den Preis für die Halbliter-Dose seiner Eigenmarken „Karlskrone“ und „Schulten“ von 35 auf 29 Cent.

Lidl zog mit seiner Marke „Perlenbacher“ nach. Die Experten von „Getränke Inside“ werten den Kampfpreis als „nicht seriös kalkulierbar“. Solch eine Preisschlacht schlägt direkt auf die Marken durch: Auch die Preise für Bitburger und Warsteiner in Dosen fielen bei den Discountern.

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    Das "Bayrische Reinheitsgebot" ist keineswegs das älteste Lebensmittelgesetz in Deutschland. Wir Franken waren schon eine Generation früher dran: http://www.franken-bierland.de/news/525jahre-bamberger-reinheitsgebot/

    Der Hype mit den "Craft-Bieren" ist ein uralter Hut, der keineswegs jetzt die Provinz erreicht: Wenigstens in der oberfränkischen Provinz gibt es eine uralte Tradition der handwerklichen Brauereien. Viele Familienbetriebe wissen noch, wie man auch ohne moderne Technik Bier brauen kann. Beispielsweise gibt es da "ungespundetes" Bier, das ganz wenig Kohlensäure enthält. Schmeckt lecker!

    Nicht nur ich zahle gerne 15 EUR und mehr für einen Kasten individuelles, handwerklich hergestelltes Bier. Davon trinke ich selten mehr als zwei Flaschen am Tag - also warum sollte ich an solchen Centbeträgen sparen? Der Bayern-Fan, der jedes Tor seiner Mannschaft mit einer neuen Flasche Bier runterspülen muss, sieht das natürlich anders. Bei der üblichen Münchner Fabrikplempe auch kein Wunder...

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