Deutsche Euroshop: Geld für neue Einkaufscenter gesammelt

Deutsche Euroshop
Geld für neue Einkaufscenter gesammelt

Der Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop kann mit vollen Kassen den Kauf eines weiteren Einkaufszentrums angehen. Den Standort soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden.
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HamburgEine Wandelanleihe und eine Kapitalerhöhung brachten dem Einkaufszenter-Betreiber Deutsche Euroshop über Nacht insgesamt knapp 170 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Den Zukauf des dann 20. Centers, das zwischen 160 und 190 Millionen Euro kosten soll, hatte Euroshop am Vorabend angekündigt. Den Ort und den Namen des Objekts will das Unternehmen in den nächsten Tagen bekanntgeben, wenn die Verträge unter Dach und Fach sind.

Die Wandelanleihe im Volumen von 100 Millionen Euro hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann zum Preis von je 35,10 Euro in Aktien eingetauscht werden. Bis dahin wird sie mit 1,75 Prozent verzinst. Damit liegt der Wandlungspreis 20 Prozent über dem Stückpreis von 29,25 Euro, zu dem Euroshop insgesamt 2,3 Millionen neue Aktien platzierte. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Aktie verlor 2,3 Prozent an Wert, weil sich die Anteile der bisherigen Anleger verwässern. Gleichwohl bezeichnete ein Sprecher die Maßnahmen als vollen Erfolg: "Wir hätten deutlich mehr platzieren können, eigentlich die doppelte Zahl der Aktien."

Insgesamt soll das Kapital durch die Wandelanleihe und die Kapitalerhöhung um maximal zehn Prozent erhöht werden. Die Dividende wird der Immobilien-Investor voraussichtlich um einige Cent erhöhen. Damit soll ausgeglichen werden, dass Teile der Ausschüttung wahrscheinlich bereits 2012 steuerpflichtig werden. Eine Entscheidung darüber wurde noch nicht bekanntgegeben. Bisher hat das Unternehmen eine bei 1,10 Euro stagnierende Ausschüttung in Aussicht gestellt.

Euroshop profitiert vom Trend, dass immer mehr Einkaufszentren aus dem Boden sprießen beziehungsweise erweitert werden und der Konsum in Deutschland stabil ist. In den ersten neun Monaten stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen um 16 Prozent auf 137 Millionen Euro. Bis Jahresende nimmt Euroshop damit weiter Kurs auf 177 bis 181 Millionen Euro. Die Erweiterungen der "Altmarkt-Galerie" in Dresden, des "A10-Center" in Wildau bei Berlin und des "Main-Taunus-Zentrums" in Sulzbach bei Frankfurt schlügen sich in höheren Umsätzen nieder. Bis September erlöste Euroshop 157 Millionen Euro, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne die Erweiterungen und das neu erworbene "Allee-Center" in Magdeburg wären die Mieteinnahmen nur um 2,5 Prozent gestiegen. Bis Ende Dezember sollen es 207 bis 211 Millionen Euro Umsatz werden.

 

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