Deutsche Lufthansa
Insgesamt 218 Flüge wegen Piloten-Streik ausgefallen

Um das große Chaos zu verhindern, hat die Deutsche Lufthansa Flüge bereits vor Beginn des Piloten-Streiks in Frankfurt am Main gestrichen. Tausende Passagiere mussten Geduld und Verständnis aufbringen.
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Frankfurt/MainWegen eines sechsstündigen Streiks der Lufthansa-Piloten sind am Freitag am Frankfurter Flughafen 218 Flüge ausgefallen. 26.000 Passagiere waren an Deutschlands größtem Airport von den Streichungen betroffen, wie die Lufthansa am späten Abend berichtete.

Ein Chaos sei aber ausgeblieben, sagte Unternehmenssprecher Andreas Bartels. Mit dem Versenden von rund 14.000 SMS und mehreren Tausend E-Mails sei es gelungen, rund 14.000 der Passagiere umzubuchen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte von 17.00 bis 23.00 Uhr Kurz- und Mittelstreckenflüge bestreikt, die von Frankfurt abgehen. Zum Start ins Wochenende mussten damit Tausende Lufthansa-Passagiere Reisen umplanen oder absagen.

Die Lufthansa schätzt die Kosten durch den Arbeitskampf auf „einige Millionen Euro“ - neben dem erheblichen Imageschaden.

Das Unternehmen hatte vorsorglich 2200 Betten in Hotels im Rhein-Main-Gebiet gebucht. Nur 1000 davon seien benötigt worden, sagte Bartels. Von den mehr als 400 Feldbetten für Transitreisende, die das Flughafengebäude wegen fehlender Visa nicht verlassen dürfen, seien nur ganz wenige in Anspruch genommen worden. Insgesamt seien am Freitag 5000 Passagiere über andere Drehkreuze der Lufthansa umgebucht worden.

Erste Flüge aus dem europäischen Ausland nach Frankfurt hatte die Airline bereits ab 13.30 Uhr abgesagt, um den Flugbetrieb später so schnell wie möglich wieder normalisieren zu können. Von 16.00 Uhr an musste der Großteil der innerdeutschen und europäischen Abflüge aus Frankfurt annulliert werden. Auf die Flughäfen in München und Hamburg hatte der Streik nur wenig Auswirkungen.

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