Deutsche Post
Kahlschlag: Post beerdigt US-Expressgeschäft

Nun ist es amtlich: Die Deutsche Post zieht sich bis Ende Januar 2009 aus dem Luftfracht- und Bodentransportgeschäft von DHL Express in den USA zurück. 14900 Stellen sollen gestrichen werden. Und die Auswirkungen auf das Gesamtjahr sind dramatisch: Die Post landet in den Miesen. Konkurrenten der Post machen dem Konzern schwere Vorwürfe.

HB BONN. Appel beendet damit nach fünf Jahren das kostspielige Abenteuer seines Vorgängers Klaus Zumwinkel. Zugleich gab die Post AG bekannt, dass sie für 2008 erstmals seit dem Börsengang im Jahr 2000 mit einem Netto-Verlust rechnet. Appel versicherte allerdings, Arbeitsplätze in Deutschland seien derzeit nicht in Gefahr.

Das Engagement in den USA wird die Post AG insgesamt 7,5 Milliarden Euro kosten, angefangen vom Kauf der Expressgesellschaft Airborne im Jahr 2003 bis zur Abwicklung des Geschäftsbereichs, die 2009 abgeschlossen sein soll, wie Appel berichtete. Allein im laufenden Jahr dürften 1,2 Milliarden Euro Verlust anfallen.

Die Post schaffte es nicht, auf dem US-Markt gegen die großen Konkurrenten Fedex und UPS anzukommen. Appel bedauerte die Arbeitsplatzverluste, sagte aber, es gebe keine Alternative.

Rund 5 400 Arbeitsplätze bei DHL-Express in den USA wurden bereits in einem ersten Schritt seit Mai abgebaut. Die jetzt beschlossene völlige Aufgabe des inneramerikanischen Expressversands zu Luft und am Boden kostet weitere 9.500 Arbeitsplätze, insgesamt fallen also 14 900 Jobs weg.

Appel betonte, der Schritt bedeute nicht den kompletten Rückzug aus den USA. 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter sollten weiter grenzüberschreitende Sendungen bei DHL-Express abwickeln. Außerdem sind die über 25.000 Beschäftigten bei DHL-Logistik von den Einschnitten nicht betroffen.

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