Deutsche Post: Keine wirkliche Atempause

Deutsche Post
Keine wirkliche Atempause

Die Deutsche Post steht vor einer neuen Ära. Dem Übernahmerausch folgt die Phase der Konsolidierung. Doch auch dabei hält sich Post-Chef Klaus Zumwinkel nicht mit Kleinigkeiten auf.

HB DÜSSELDORF.Trotz großer Probleme bei der Integration des amerikanischen Expressgeschäfts und trotz der bevorstehenden Öffnung des deutschen Briefmarkts will er das operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns in drei Jahren um ein Drittel auf fünf Milliarden Euro steigern. Ein ambitioniertes Ziel: Es bedarf jährlicher Wachstumsraten von mehr als 7,4 Prozent.

Gleichzeitig ist es eine Steilvorlage für den Nachfolger – Zumwinkels Vertrag läuft Ende 2008 aus. Zum Ende seiner Post-Karriere lässt es der ehemalige McKinsey-Manager noch einmal richtig krachen. Der Kronprinz, Post-Vorstand Frank Appel, verantwortet dann gleich ein neues „Kundengewinnungs- und Qualitätsprogramm“; der Vorläufer unter seiner Regie hatte den Namen Star.

Die Vorgaben sind eindeutig. Im Briefbereich geht Zumwinkel bis 2007 von einem stabilen Ebit von zwei Milliarden Euro aus. Nach dem Wegfall des Briefmonopols ab 2008 rechnet er mit einem Ergebnisrückgang um zehn bis maximal 20 Prozent. Die Wettbewerber stehen in den Startlöchern und wollen sich die Rosinen aus dem Brief-Kuchen sichern. Briefe aber bringen der Post den Löwenanteil des Gewinns.

Brief-Vorstand Hans-Dieter Petram hat bereits reagiert und die alte Briefstrategie „über Bord geschmissen“. Suchte er ursprünglich (kostspielige) Beteiligungen an ausländischen Postmonopolisten, will er nun ebenfalls „Rosinen picken“ und Zusatzdienste anbieten. Der Größenwahn macht der Ertragsorientierung Platz.

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