Deutsche Post
Porto-Erhöhung auf 70 Cent kann kommen

Die höchste Preissteigerung seit fast 30 Jahren ist durch: Die Bundesnetzagentur genehmigt den Antrag der Deutschen Post, das Briefporto auf 70 Cent zu erhöhen. Nicht nur beim Standardbrief ändert sich etwas.

DüsseldorfDie Deutsche Post darf das Briefporto so deutlich erhöhen wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Die Bundesnetzagentur genehmigte die Preissteigerung für einen Standardbrief zum Jahreswechsel auf 70 Cent von derzeit 62 Cent, wie Unternehmen und Regulierer am Freitag mitteilten.

„Die Preiserhöhung ist deutlich. Die Entgelte bleiben aber in den nächsten drei Jahren stabil“, erläuterte Behördenpräsident Jochen Homann am Freitag. „Wir haben der Deutschen Post untersagt, vor Ende 2018 neue Preisanträge zu stellen.“

Die Entscheidung kam nicht überraschend, denn die Netzagentur hatte den Weg für eine Erhöhung bereits frei gemacht. Zuletzt hatte die Post 1989 noch heftiger an der Preisschraube gedreht: Damals stieg das Porto von 80 Pfennig auf eine Mark.

Auch bei anderen Produkten wird die Post die Verbraucher stärker zur Kasse bitten: So erhöht sich etwa der Preis für den Maxibrief im Inland bis 1000 Gramm auf 2,60 von 2,40 Euro, für den internationalen Standardbrief und Postkarten ins Ausland werden 90 statt bisher 80 Cent fällig, der Preis für den Großbrief bis 500 Gramm ins Ausland erhöht sich auf 3,70 von 3,45 Euro.

Die Bundesnetzagentur musste die Pläne der Post genehmigen, weil der ehemalige Staatsmonopolist auf dem Briefmarkt noch immer eine beherrschende Stellung einnimmt. Der Preisänderungsspielraum war zuvor von der Bundesnetzagentur aufgrund einer Gesetzesänderung neu festgelegt worden. Demnach durfte die Post für die kommenden drei Jahre Preiserhöhungen von bis zu 7,5 Prozent vornehmen.

Diesen Rahmen habe sie nun vollständig ausgeschöpft, so der Regulierer. Der Post würden höhere Gewinne zugestanden, damit sie auf die zunehmende digitale Konkurrenz reagieren können. „Die Preiserhöhung soll letztlich dazu dienen, auch in Zukunft das Briefnetz aufrecht zu erhalten und eine flächendeckende Versorgung zu erschwinglichen Preisen zu gewährleisten.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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