Deutscher Apothekenmarkt
Pharmahändler Celesio erwartet Verdrängungswettbewerb

Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio rechnet mit einem gnadenlosen Verdrängungswettbewerb auf dem deutschen Apothekenmarkt. „Ich gehe nicht davon aus, dass das Fremd- und Mehrbesitzverbot in einem Jahr noch steht“, sagte Konzernchef Fritz Oesterle in einem Interview mit dem Handelsblatt. Er erwartet ein „Wild-West-Szenario“.

DÜSSELDORF. Der Fall liege bereits beim Europäischen Gerichtshof (EuGH), der wahrscheinlich gegen das deutsche Apothekenrecht entscheiden werde. In Deutschland kann ein Apotheker maximal vier Apotheken betreiben. Außerdem darf nur ein ausgebildeter Apotheker eine Apotheke führen. Damit wird bislang verhindert, dass große Apothekenketten unter Regie eines Konzerns entstehen.

Beim Fall des Verbots würden private Investoren voraussichtlich schnell in den Apothekenmarkt einsteigen. Da in Deutschland im Gegensatz zu bereits liberalisierten Märkten wie Großbritannien Niederlassungsfreiheit für Apotheker herrscht, befürchtet Oesterle eine „völlig unregulierte Liberalisierung“. In diesem „Wild-West-Szenario“ sei zu erwarten, dass Drogeriemärkte wie etwa Schlecker im großen Stil in das Apothekengeschäft einsteigen.

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