Deutscher Einzelhandel verbuchte im August ein leichtes Plus
Einzelhandel tritt auf der Stelle

Die Geschäfte der deutschen Einzelhändler haben auch im September weiterhin unter der mangelnden Kauflust der Konsumenten gelitten. Die Branche in der Euro-Zone verbuchte sogar schlechtere Geschäfte als im August.

HB BERLIN. Einer Umfrage unter Einkaufsmanagern zufolge leidet die Branche weiterhin unter Kaufzurückhaltung und der verschärften Konkurrenzlage. Der Bloomberg/NTC-Einkaufsmanagerindex für den Einzelhandel in Deutschland fiel auf 50,4 von 50,8 Punkten im August, hieß es am Mittwoch. Werte über 50 markieren eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit zum Vormonat, Werte darunter einen Rückgang. Der Index für die Euro-Zone sank auf 48,8 von 49,7 Punkten. „Die Einzelhändler gaben der verschärften Konkurrenzlage, dem geringen Vertrauen der Verbraucher und der Konsumzurückhaltung der Verbraucher beim Einkaufen die Schuld“, hieß es. Zudem hätten Kosten für die Verkaufsförderung sowie die Preisnachlässe den Umsatz geschmälert.

In der Umfrage werden den Angaben zufolge über 1 000 Einzelhändler in Deutschland, Frankreich und Italien befragt. Die drei Länder bilden rund drei Viertel des Einzelhandels in der Euro-Zone ab.

Das Geschäftsklima im deutschen Einzelhandel hatte sich auch nach der jüngsten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts leicht eingetrübt, wobei die Einzelhändler jedoch ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser beurteilt hatten. Der deutsche Einzelhandel hatte im August ein leichtes Umsatzplus verbucht, was die meisten Ökonomen und die angeschlagene Branche selbst aber noch nicht als Trendwende bezeichneten.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte am Dienstag von einem „halsbrecherischen Preiswettbewerb“ im deutschen Einzelhandel gesprochen. Die bislang schwache Konsumstimmung der Verbraucher stabilisierte sich der jüngsten Umfrage der Marktforschungsgruppe GfK zufolge etwas. In Frankreich ging der Einkaufsmanagerindex auf 48,5 von 49,6 Punkten zurück, in Italien sank er auf 46,6 von 48,1 Zähler.

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