Deutscher Expressdienst
Österreichische Post will Transoflex vollständig übernehmen

Die Österreichische Post will in den nächsten zwei bis drei Jahren rund 430 Mill. Euro in Übernahmen zum Ausbau des Paket- und Postdienstegeschäfts in Europa stecken. Den Löwenanteil daran dürfte der Erwerb der restlichen Anteile des deutschen Expressdienstes Transoflex ausmachen.

FRANKFURT. Post-Chef Anton Wais will Transoflex vollständig übernehmen will. An Transoflex hält die Post bislang 74,9 Prozent der Anteile, die Berliner Beteiligungsgesellschaft Odewald & Cie. noch 25,1 Prozent. Darauf hat die Post bis 2009 eine Kaufoption.

Transoflex erzielt als Nischenanbieter im Pharma- und Gesundheitsmarkt mit 1 025 Mitarbeitern einen Umsatz von 480 Mill. Euro bei einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von vier Prozent, wie Wais sagte. Nach älteren Angaben wird der Wert des Unternehmens auf insgesamt 225 Mill. Euro geschätzt.

Wais will mit der Ende 2006 erworbenen Transoflex in West- und Osteuropa expandieren. Allein dafür plant er Übernahmen im Wert von 230 Mill. Euro, allerdings inklusive der vollständigen Übernahme des Unternehmens selbst, wie er einräumte. Erst kürzlich hatte Wais zwei Schnelldienste in Belgien und in den Niederlanden gekauft.

Neben 80 Mill. Euro für laufende Investitionen will Wais weitere 120 Mill. Euro in den Ausbau des Postdienstegeschäfts stecken. In Deutschland ist er bereits mit Austrian Post International sowie dem Werbeunternehmen Meiller Direct und dem Archivspezialisten Scanpoint aktiv. Wais betonte, dass er nicht in das Zustellgeschäft einsteigen und damit der Deutschen Post Konkurrenz machen wolle. Der gesamte Deutschland-Umsatz betrage mit 2 250 Mitarbeitern 600 Mill. Euro.

Im Konzern peilt Wais 2007 bei 2,4 Mrd. Euro Umsatz eine Ebit–Marge von sieben bis acht Prozent an. Darin ist aber das margenstarke Briefzustellgeschäft in Österreich enthalten. Im Expressgeschäft erreicht Wais vier bis fünf Prozent.

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