Deutsches Milchkontor
Molkerei erwartet Preissteigerung

Milchprodukte werden für die Verbraucher künftig teurer. Zwar hielt das Deutsche Milchkontor eine Preissteigerung zuletzt für unwahrscheinlich, jedoch konnten die Molkereien mit den Händlern höhere Preise aushandeln.
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BremenDas größte deutsche Molkereiunternehmen Deutsches Milchkontor (DMK) hat steigende Milchpreise angekündigt. Die Molkerei habe mit Händlern höhere Preise für Trinkmilch, Joghurt und Quark aushandeln können, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte. Auch für Butter seien die Preise gestiegen. „Bei Käse sind wir in Verhandlungen, aber es gibt eine gute Tendenz“, sagte der Sprecher. Das bedeutet für Bauern mehr Einnahmen, für Verbraucher höhere Preise für Milchprodukte im Supermarkt. „Der Handel wird an der Ladentheke etwas mehr nehmen müssen“, sagte der DMK-Sprecher.

Bereits am Montagabend hatte die Molkerei höhere Milchpreise für Bauern in Aussicht gestellt: „Aktuell liegt unser Milchpreis bei 32 Cent. Wir sind zuversichtlich, dass die neu ausgehandelten Verträge uns weitere Handlungsspielräume für höhere Milchpreise ermöglichen werden“, hieß es in einer DMK-Mitteilung. Zuletzt hatte das Deutsche Milchkontor Preissteigerungen für unwahrscheinlich gehalten.

Die jetzigen Milchpreise hatten Bauernvertreter seit längerem als deutlich zu niedrig kritisiert, einige Landwirte hatten ihre Lieferverträge gekündigt. Niedrige Erlöse belasten die Milchbauern seit vielen Monaten. Die DMK-Gruppe gehört mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro zu Europas größten Unternehmen in der Milchwirtschaft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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