Deutschland-Chef im Interview
Kein Wunschzettel ohne Lego

Der Spielwarenproduzent wächst in Deutschland rasant. Der Hersteller der bunten Plastikklötzchen hängt schon seit Jahren die Konkurrenz ab. Daran wird sich auch nichts ändern, meint Deutschland-Chef Michael Kehlet.
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MünchenDer Siegeszug von Lego in den deutschen Kinderzimmern ist nicht zu stoppen. Seit Jahren schon hängt der Hersteller der bunten Plastikklötzchen die Wettbewerber hierzulande ab. Daran wird sich so schnell nichts ändern. „Das Jahr ist bisher sehr gut gelaufen, wir sind stärker als der Markt gewachsen“, sagte Deutschland-Chef Michael Kehlet dem Handelsblatt.

Zwischen fünf und acht Prozent Umsatzplus in Deutschland versprach der Däne zu Jahresbeginn. Bisher liege sein Unternehmen genau in der Mitte, so der Manager. Zum Vergleich: Der Bundesverband des Spielwareneinzelhandels (BVS) rechnet damit, dass die Deutschen 2013 etwa drei Prozent mehr für Modellautos, Puppen und Plüschtiere ausgeben. Lego wächst also doppelt so stark wie die Branche insgesamt.

„Das Plus fällt zwar nicht mehr ganz so groß aus wie 2012, doch wir sind trotzdem sehr zufrieden. Es zeigt sich immer wieder, dass wir die Trends richtig erkennen“, meint Kehlet. Voriges Jahr sind die Erlöse in Deutschland noch um fast 13 Prozent auf 331 Millionen Euro geklettert. Dass das Wachstum nun nachlässt, ist nicht weiter verwunderlich. Denn Lego kommt inzwischen auf einen Marktanteil von gut 17 Prozent, die Luft wird also dünner für die Skandinavier.

Obwohl der deutsche Spielwarenhandel inzwischen also fast jeden fünften Euro mit Lego verdient, die Dänen wollen mehr. „Natürlich können wir noch Marktanteile gewinnen. In anderen Ländern sind wir zum Teil wesentlich stärker“, ist Kehlet überzeugt.

Die Hoffnung ist begründet, denn 2014 könnte der erste Kinofilm von Lego die Kunden in die Läden locken. Das Werk entstand gemeinsam mit dem US-Produzenten Warner Bros. und soll im Frühjahr auf die Leinwand kommen. Parallel dazu hat der Konzern eine spezielle Spielwarenlinie entwickelt.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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