Deutschland-Chef Uli Veigel treibt den Veränderungsprozess voran
Agenturgruppe Grey führt Werbedisziplinen zusammen

Die Düsseldorfer Werbeagentur Grey will die verschiedenen Disziplinen von klassischer Werbung bis hin zu Dialog- und Eventmarketing künftig enger zusammen führen.

tel FRANKFURT/M. Was der Deutschlandchef Uli Veigel jüngst am Standort Hamburg präsentierte, soll in Zukunft auch in der Düsseldorfer Zentrale praktiziert werden. „Alles unter einen Dach. Vernetzt statt nebeneinander“, lautet das Motto, sagte der Grey-Group-Chef Uli Veigel dem Handelsblatt.

In Hamburg residieren nun vier Agenturen, Grey & Wolff, die Dialogexperten von den Argonauten 360 Grad, die Eventagentur Vagedes und Grey Worldwide mit zusammen 112 Mitarbeitern in einem ehemaligen Straßenbahn-Depot. Weil die räumliche Zusammenführung der rund 700 Mitarbeiter am Standort Düsseldorf nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann, geht es dem Grey-Chef erst einmal darum, die Arbeitsprozesse der verschiedenen Abteilungen beim Kunden mehr zusammenzubringen. „Wir müssen unser Wissen über Konsumentengruppen, ihre Einstellungen, ihre Mediennutzung, ihr Einkaufsverhalten noch stärker verzahnen, um tiefer analysieren und dann auch eine schärfere Kommunikationsidee generieren zu können“, sagt Veigel. Kunden von Grey sind unter anderen Procter & Gamble, BAT, Comdirect, Allianz, Seat und das Handelsblatt.

Dieser vernetzte Ansatz ist nicht neu. Networkagenturen wie Ogilvy verfolgen ihn unter dem Motto 360-Grad-Kommunikation schon seit längerem. TBWA-Chef Perry Valkenburg warb bereits 2002 für den so genannten medienneutralen Ansatz. Dahinter steht die Idee, erst einmal nach der besten Kommunikationsidee für den Kunden zu suchen, und erst dann über die Art, wie und über welche Kanäle geworben wird, nachzudenken, sagt Ulrich Pröschel, Direktor Marketingkommunikation bei TBWA.

Dass Veigel mit seinem Ansatz das Rad nicht neu erfindet, ist ihm klar. Aber Deutschlands zweitgrößte Agentur war bisher sehr hierarchisch strukturiert und ist mit zwei Drittel Umsatzanteil stark von der klassischen Werbung dominiert. Insofern stößt Veigel durchaus Veränderungsprozesse an. „Wir brauchen flachere Strukturen, um schneller zu werden“, sagt er.

Die vor einem Jahr in Gang gesetzte Veränderung in Richtung mehr kreative Werbung unter der Führung von Chairman Frank Dopheide zeigt insofern Resultate, als dass Grey neuerdings Werber von Kreativschmieden wie Springer & Jacoby anzieht. Ein paar Werbepreise gab es auch – unter anderem wurde Grey für sieben Euro-Effies vom Werbeverband in Brüssel als Agenturnetz des Jahres ausgezeichnet.

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