DHL auf Einkaufstour
Deutsche Post baut Luftfrachtgeschäft aus

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit baut die Deutsche Post ihr Luftfrachtgeschäft weiter aus. Im vergangenen Jahr hat sich die Express- und Logistik-Tochter DHL an zwei Luftfrachtunternehmen beteiligt und einen israelischen Spediteur übernommen. Eine Pflichtmitteilung an der Börse erfolgte nicht.

DÜSSELDORF. Die jüngste, bislang nur in Israel publizierte Übernahme der Deutschen Post erfolgte im Dezember 2007. Für 74 Mill. Euro hat DHL die israelische Flying Cargo International Transportation (FC) gekauft. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 170 Mill. Euro und 530 Mitarbeitern wurde erstmals im Ergebnis des ersten Quartals 2008 berücksichtigt, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht. FC ist der internationale Frachtarm der privaten Flying Cargo Group aus Tel Aviv und Marktführer in Israel.

Damit entfielen laut Geschäftsbericht bis auf eine Ausnahme im Briefgeschäft alle Zukäufe im Jahr 2007 auf die Luftfracht. Insgesamt hat die Post 350 Mill. Euro für Übernahmen ausgegeben. Eine Pflichtmitteilung an der Börse erfolgte aber nicht. Im Vorjahr waren es noch 2,2 Mrd. Euro. 2006 schlugen vor allem die Übernahme des Finanzdienstes BHW Holding für 1,8 Mrd. Euro und des Briefdienstes William Lea für 330 Mill. Euro zu Buche.

Um im boomenden Luftfrachtmarkt Kapazitäten zu sichern und Kunden zu binden hat die Deutsche Post zudem mit der Lufthansa Cargo im September 2007 das gemeinsame Unternehmen Aerologic gegründet. Der Sitz ist in Leipzig, wo demnächst das neue DHL Luftdrehkreuz eröffnet wird. Der Beginn des Flugbetriebs ist für Anfang 2009 geplant. Dafür werden zunächst acht Flugzeuge geleast.

Bereits im Sommer 2007 hatte sich DHL zu jeweils 49 Prozent an den US-amerikanischen Luftfrachtgesellschaften Astar Air Cargo (Kaufpreis 66 Mill. Euro) und Polar Air Cargo (129 Mill. Euro) beteiligt. Damit hat sich DHL Express in den USA vor allem feste Kapazitäten auf bestimmten Asienrouten gesichert.

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