DHL-Machine über Bagdad in Brand geschossen
Post-Tochter erwägt Aus für Irak-Flüge

Nachdem ein Flugzeug der Post-Tochter DHL mit Raketen angegriffen wurde, könnte das Unternehmen seine Bagdad-Flüge ganz einstellen. Erstmals wurde in Irak eine Zivil-Maschine angegriffen.

HB BERLIN. Nachdem ein Flugzeug des Transportunternehmens DHL über Bagdad mit einer Rakete angegriffen wurde, erwägt die Tochter der Deutschen Post die komplette Einstellungen ihrer Flüge nach Irak. Ein Sprecher des Unternehmens sagte am Samstag in Brüssel, zunächst seien alle für dieses Wochenende geplanten Verbindungen gestrichen worden.

Die US-Armee hatte zuvor mitgeteilt, ein DHL-Frachtflugzeug sei am Samstag kurz nach dem Start vom Flughafen in Bagdad mit einer Boden-Luft-Rakete des russischen Typs SAM-7 angegriffen worden. Die Maschine sei dabei in Brand geschossen worden und habe zum Airport zurückkehren müssen. Damit wurde erstmals eine zivile Maschine Ziel von Angriffen in Irak.

DHL ist derzeit die einzige Fluggesellschaft, die Fracht auf dem Luftweg nach Irak schafft. Die Post-Tochter hatte von den USA den Auftrag erhalten, Luftpost für Angehörige der Armee zu transportieren. Zudem fliegt DHL Hilfsgüter für die irakische Bevölkerung ein.

Nach dem Angriff auf das DHL-Flugzeug könnte die jordanische Fluggesellschaft Royal Wings ihre Passagierflüge nach Irak ebenfalls einstellen. Ein Sprecher der Airline sagte am Samstag in Amman, auch seine Gesellschaft habe zunächst bis Montag alle Verbindungen ausgesetzt. Am Dienstag werde entschieden, ob sie wieder aufgenommen werden. Royal Wings bietet seit September als einzige Gesellschaft kommerzielle Passagierflüge nach Bagdad an.

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