Die Bäckerei und der WhatsApp-Deal
„Wir schmeißen keinen raus“

In einer deutschen Bäckerei im Silicon Valley gab es den ersten Kontakt zwischen Facebook-Chef Zuckerberg und WhatsApp-Boss Koum. Die Chefin des Cafés spricht im Interview über gutes Brot und Silicon-Valley-Größen.
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Esther Nio (48) stammt aus München, ihr Mann Robert Nio aus Mönchengladbach. Seit ein paar Jahren verkaufen die beiden deutsche Backwaren im Silicon Valley – und Esther's German Bakery ist über Nacht berühmt geworden. Das Gespräch fand telefonisch statt.

Frau Nio, Facebook schluckt WhatsApp – und das erste Treffen von Mark Zuckerberg und WhatsApp-Chef Jan Koum fand 2012 in einer deutschen Bäckerei in Los Altos statt …
… wirklich? Ja, das muss dann wohl bei uns gewesen sein. Das ist ja toll!

Das erste Gespräch der beiden Männer soll zwei Stunden gedauert haben.
Bei uns gibt es viele Meetings. Es ist gemütlich, wir haben Wifi und schmeißen keinen raus, der lange bleibt.

Können Sie sich an das Treffen erinnern?
Nein, das ist an mir vorbeigegangen. Aber Zuckerberg war im Sommer 2012 hier, da habe ich ihn gesehen. Zuerst hatte er jemanden reingeschickt, der sich umgeschaut hat. Dann kam er rein und hat sich mit einer anderen Person getroffen.

Kommen regelmäßig Silicon-Valley-Berühmtheiten zu Ihnen?
Als Apple-Chef Steve Jobs noch gelebt hat, hat er bei uns auf einem Stand am Wochenmarkt eingekauft. Wir sind in verschiedenen Stätten unterwegs. Steve kam regelmäßig an Wochenenden mit seiner Familie bei uns vorbei.

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie eine Bäckerei aufgemacht haben?
Wir sind 1997 hierher gekommen, weil mein Mann in der Tech-Branche gearbeitet hat. Als wir dann unsere Greencards hatten, wollten wir was Eigenes machen. Und gutes deutsches Brot war eine Lücke. Wir haben Vollkornbrot vermisst. Und das braune Brot, dass es hier zu kaufen gab, war eingefärbt!

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„Ich bin froh, dass ein anderer backt“

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