Die Baumarktkette denkt an Zukäufe
Praktiker profitiert vom guten Gartenjahr

Die Baumarktkette Praktiker hat ihren Umsatzrückstand des Jahresbeginns im zweiten Quartal mehr als aufgeholt und schaut über den eigenen Tellerrand. Das Unternehmen kündigte an, dass es bei der Konsolidierung auf dem Markt eine aktive Rolle spielen werde.

HB DÜSSELDORF. Vor allem wegen eines anziehenden Gartengeschäfts stiegen Umsatz und Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um jeweils vier Prozent. „Wir sind wieder voll im Plan. Der Fehlbetrag aus dem ersten Quartal konnte mehr als kompensiert werden“, sagte Vorstandschef Wolfgang Werner am Mittwoch. Praktiker habe die Stagnation in Folge des langen Winters überwunden. Für das Gesamtjahr rechnet Praktiker weiter mit einem niedrigen prozentual einstelligen Umsatzplus und einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) über dem Vorjahresniveau von 95,5 Mill. Euro.

Zwischen April und Juni stieg der Umsatz von Deutschlands zweitgrößter Baumarktkette nach Obi um 7,5 Prozent auf 888,3 Mill. Euro. Das Ebita der früheren Metro-Tochter kletterte um 18 Prozent auf 62,4 Mill. Euro. Finanzvorstand Thomas Ghabel begründete die Entwicklung damit, dass das umsatzstarke Osterfest 2006 in das zweite Quartal gefallen sei und sich auch das Gartengeschäft wegen des schlechten Wetters verspätet habe.

Die im M-Dax gelistete Praktiker-Aktie reagierte mit einem Plus von knapp einem Prozent auf rund 23 Euro. Mehrere Analysten sprachen von einer unerwartet guten Umsatzentwicklung. Die HVB stufte die Aktie deshalb auf „Neutral“ von „Underperform“ hoch.

Für den weiteren Jahresverlauf schloss Ghabel leichte Preiserhöhungen nicht aus. Praktiker könne sich das erlauben, da der Preisabstand zu Wettbewerbern gewachsen sei. Das ändere aber nichts an der Niedrigpreis-Strategie. Vor allem mit Hornbach liefert sich Praktiker Preisschlachten.

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