Die Deutschen reisen wieder mehr, aber dafür billiger: Discountmarke 1-2-Fly legt zweistellig zu
Tui erholt sich langsam von der Flaute

Für Europas größten Reisekonzern Tui geht es nur in kleinen Schritten aufwärts. „Der Aufschwung in der Reisebranche hat begonnen“, sagte Tui-Vorstandschef Michael Frenzel zwar auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Daran werde auch der Terroranschlag von Madrid aller Voraussicht nach nichts ändern. Zu Euphorie bestehe aber kein Anlass.

ek BERLIN. Optimistischer gibt sich da Klaus Laepple, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft. Die Buchungseingänge verbesserten sich von Woche zu Woche, sagte er auf der ITB. Die Kunden hätten sich in den Reisebüros eine Rekordzahl an Katalogen abgeholt. „Das zeugt von gewachsener Reiselust“, sagte Laepple, der auch Inhaber eines Düsseldorfer Reisebüros ist.

Die bis Ende April laufende Wintersaison 2003/2004 läuft für Tui in Europa gut: Die Buchungen legten um 6,1 % zu, die Zahl der Reisenden stieg um 6,4 %, sagte Konzernchef Frenzel. Allerdings lagen die Vergleichswerte des Vorjahres wegen des drohenden Irak-Krieges sehr niedrig, und auch die vorangegangenen beiden Jahre waren mager. Das vom Volumen her doppelt so starke Sommergeschäft 2004 sei dagegen noch schwach, hier zeichnet sich aber laut Frenzel seit kurzem eine Wende ab.

Konzernweit lagen die Buchungsumsätze 2003/2004 um 3,3 % über dem Vorjahreswert. Konkurrent Thomas Cook, die Nummer zwei in Europa, hatte kürzlich ein Umsatzplus von 1,2 % gemeldet.

Im Heimatmarkt Deutschland kämpft Tui weiter mit den Folgen von Krisen und Konsumflaute. Die Deutschen schauen offenbar auch beim Reisen auf den Preis: Im Winter buchten laut Deutschlandchef Volker Böttcher 8 % mehr Gäste, der Umsatz stieg aber nur um 2,2 %. Während die Billigmarke 1-2-Fly zweistellige Zuwachsraten verzeichnet, klemmt es weiter bei der Kernmarke Tui Schöne Ferien. Im Sommer liegt das Buchungsplus bisher bei 6,3 %, das Umsatzplus bei 2 %. Der Konzern macht hier zu Lande knapp ein Drittel seines Geschäfts, es ist nach wie vor wichtigster Einzel-Reisemarkt.

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