Die Geschichte der Schwarz-Gruppe
Lidl: Vom Bananenhändler zum Billigriesen

Die imposante Erfolgsgeschichte der Schwarz-Gruppe begann 1950. Mittlerweile ist sogar der Schritt nach Übersee geplant.

mbr DÜSSELDORF. Die imposante Erfolgsgeschichte der Schwarz-Gruppe begann 1950. Josef Schwarz, Vater von Dieter Schwarz, trat als Komplementär in die Südfrüchte Großhandlung Lidl & Co., Heilbronn, ein. Schnell wurde die Firma in Lidl & Schwarz KG umbenannt und zu einem Großhandel für den gesamten Lebensmittelhandel ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1944 zerstört, nach Kriegsende wieder aufgebaut.

Das junge Unternehmen schließt sich 1954 der A&O-Handelskette an und eröffnet 1968 den ersten Supermarkt unter dem Namen Handelshof im schwäbischen Backnang. Vier Jahre später verlegt Josef Schwarz den Firmensitz von Heilbronn ins nahe gelegene Neckarsulm. 1973 eröff- net der erste Lidl-Discountmarkt in Ludwigshafen - die Keimzelle des heutigen Milliardenkonzerns. Bis 1978 testet Schwarz verschiedene Ladentypen. Dann geht die endgültige Konzeption der Lidl-Discounter in Serie. Josef Schwarz erlebt das nicht mehr, er stirbt 1977. Das Unternehmen übernimmt sein Sohn Dieter. Der Aufstieg vom Bananenhändler zum gefürchteten Handelskonzern nimmt sei- nen Lauf.

Gleich zu Beginn stellt der damals gut 30-jährige Jungunternehmer seine Cleverness unter Beweis. Den Namen Lidl, den die väterliche Firma trägt, durfte er aus rechtlichen Gründen nicht ohne weiteres übernehmen. Doch wie sollte er den neuen Laden nennen? Schwarz-Markt etwa? Kurzerhand kaufte Schwarz dem pensionierten Gewerbeschullehrer Ludwig Lidl für 1000 Mark dessen Namensrechte ab.

1988 beginnt Schwarz mit der Auslandsexpansion. Er bringt Lidl nach Frankreich, vier Jahre später nach Italien und 1996 nach Großbritanien. Seit 1994 kamen Jahr für Jahr weitere Länder hinzu. 1998 wagt Schwarz auch mit den riesigen Kaufland-Warenhäusern den Grenzübertritt - zunächst nach Tschechien und in die Slowakei, ab 2001 auch nach Kroatien und Polen. Weiter östlich soll es in zwei, drei Jahren gehen, etwa in die ehemaligen Sowjetstaaten Lettland und Estland. Und auch der Schritt nach Übersee ist erstmals anvisiert, nach Kanada.

 Quelle: Wirtschaftswoche

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