Die Pannenhilfe wird teurer, weil die Deutschen ihre Autos immer länger fahren
ADAC verteidigt Beitragserhöhungen

ADAC-Präsident Peter Meyer rechtfertigt die im Mai beschlossene erstmalige Erhöhung der Mitgliedsbeiträge seit zwölf Jahren. „Unsere Steigerung ist mit durchschnittlich gut 12 Prozent vergleichsweise moderat“, sagte Meyer anlässlich der Vorstellung der Jahreszahlen des größten europäischen Autoclubs.

mwb MÜNCHEN. Noch vor einem Jahr hatte der Präsident stabile Beiträge versprochen. Die einfache Mitgliedschaft kostet ab September 44 Euro statt bisher 37, 84 Euro.

Als Grund nannte Meyer vor allem die um 4,1 Prozent auf 3,7 Millionen gestiegenen Panneneinsätze der „Gelben Engel“. Der Pannenrekord fraß 2003 mit Kosten von 284 Millionen Euro mehr als die Hälfte der Mitgliedereinnahmen auf. Die um 228 000 auf nunmehr 14,8 Millionen gestiegen Mitgliederzahl verschaffte dem ADAC zwar einen Anstieg der Beiträge um 8 Millionen auf 509 Mill. Euro. Doch gleichzeitig stiegen die Aufwendungen um 16 auf 498 Millionen Euro. Durch Kostensenkungen habe man das nicht kompensieren können. „Wir haben jeden erdenklichen Rationalisierungsvorschlag geprüft. Mehr geht nicht, wenn wir die Qualität nicht gefährden wollen“, betonte Meyer. Die Erhöhung der Beiträge sei auch von den Regionalclubs gefordert worden.

Der ADAC hat als eingetragener Verein eine komplexe Struktur mit 19 so genannten Regionalclubs. Die vielfältigen wirtschaftlichen Aktivitäten der ADAC Beteiligungs- und Wirtschaftsdienst GmbH, wie Versicherungen, Reisedienstleistungen, Verlag- und Buchgeschäft und Autofinanzierung sind beim „Mutterverein“ ADAC e.V. München aufgehängt. Sie steigerten den Umsatz leicht auf 677 Mill. Euro. Eine konsolidierte Konzernbilanz gibt es nicht. Addiert, nicht konsolidiert, ergibt sich aus den Aktivitäten des ADAC insgesamt einen Jahresüberschuss von 46 Mill. Euro, wie Finanzchef Stefan Weßling bestätigte. Damit hat sich 2003 der Überschuss mehr als halbiert. Im laufenden Jahr rechnet Weßling mit einem weiteren deutlichen Rückgang, aber noch mit schwarzen Zahlen.

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