Die Schlacht um die Cloud
Amazon akzeptiert für Vorreiterrolle sinkende Gewinne

Im Kampf um die Vorreiterrolle im Cloud-Computing hat Amazon die Nase vorn - vor Google und Microsoft. Das soll laut Firmenchef Bezos auch so bleiben. Dafür nimmt der Online-Anbieter auch sinkende Gewinne in Kauf.
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San FranciscoEs ist die vergessene Schlacht im Hintergrund. Amazon ist der weltgrößte Anbieter von Cloud-Computing und wird sich das auch nicht mehr nehmen lassen. Egal ob von Google oder Microsoft, die beide verzweifelt versuchen aufzuholen. Wie üblich nimmt Jeff Bezos dafür sinkende Gewinne in Kauf, wie er bei der Vorlage der Quartalszahlen wieder klarmachte. Denn am Ende wird es sich auszahlen: „Jeff ist überzeugt von AWS“, erklärte Amazon-Manager Andy Jassy auf einer Veranstaltung, „und er so wie der Rest des Managements glauben, dass es am Ende der größte Geschäftsbereich sein könnte.“

Und bislang läuft alles genau so, wie Amazon-Gründer Jeff Bezos es mag: Es war die Preissenkung Nummer 42 im vergangenen Quartal, als er im Februar die Gebühren für den Cloud-Computing-Service S3 im Schnitt um 51 Prozent zusammenknüppelte. Für das Angebot EC2 (Elastic Cloud2) ging es im Schnitt 40 Prozent bergab, der Datenbank-Service wurde für Unternehmenskunden um 28 Prozent billiger.

Amazon steigt früh in die Märkte ein

Kurz zuvor hatte Google in einem verzweifelten Versuch sich an Amazon anzuhängen eine kräftige Preissenkung für seinen Google-Speicher angekündigt. Googles Cloud-Angebot für Unternehmen ist seit Ende 2013 verfügbar.

Doch dann schlug Amazon zu, so wie immer: Als erster in einen Markt einsteigen, groß werden und dann mit Kampfpreisen die Konkurrenz aushebeln. Egal ob es sich um Bücher, Tablets, DVDs oder eben Cloud-Computing für Unternehmen handelt. Niemand war so früh und konsequent in den Bereich der Miet-Computerleistung im Internet eingestiegen wie Jeff Bezos.

Die Google Cloud ist jetzt wieder teurer als Google und auch für jemand anderes wird es eng: Satya Nadella, der neue Chef von Microsoft, hat gerade im Februar die neue Strategie „Cloud first, mobile first“ ausgegeben. Azure, Microsofts Cloud-Angebot für Unternehmen, gehört zu den Umsatztreibern, die Windows ersetzen sollen. Bei der Quartalsvorlage vermeldete er ein Umsatzplus für Azure von 150 Prozent. Aber mit Amazons-Preisattacke werden die Margen immer dünner.

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  • ich lehne Cloud Systeme soweit überhaupt möglich ab. Ein kleiner Rest Privatsphäre und Datenselbstbestimmung muss gewahrt bleiben und die letzten Ausspäh Vorfälle zeigen deutlich wohin die Reise geht und Firmen wie Facebook sind ein Paradebeispiel dafür wie Konzerne letzendlich den Bürger bevormunden und ihn ihren Willen aufzwingen wollen. Weiteres Bespiel Google, nicht alle Orte sind bei Googel zu finden, wie wird es sein, wenn es nur noch OnlineBibliotheken gibt und Konzerne wie Google dann bestimmen, welche Werke man überhaupt finden kann. So manipuliert man und kann der Welt erklären sie sei eine Scheibe.

  • Fehler: "Die Google Cloud ist jetzt wieder teurer als Google..."

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