Dienstleistungen
Wettlauf der Gebäudemanager

Die Rezession verschiebt die Gewichte im Markt für Gebäudemanager. Bereits jetzt wackelt der Thron von Branchenprimus Dussmann. Steht die gesamte Branche vor einem Umbruch?

FRANKFURT. Die Rezession wird im deutschen Markt für Gebäudemanagement für eine spürbare Marktverschiebung sorgen. "Wir gehen davon aus, dass Dussmann dieses Jahr die Marktführerschaft an Bilfinger Berger abgeben wird", sagte Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Lünendonk, dem Handelsblatt.

Das 52 Mrd. Euro schwere Geschäft mit Betrieb und Unterhalt von Unternehmens-Immobilien und Gebäuden der öffentlichen Hand wächst seit Jahren rasant. Die Kehrseite ist das anhaltend niedrige Preisniveau, das nach Ansicht Hossenfelders auch in näherer Zukunft nicht steigen wird. Dennoch wollen immer mehr Wettbewerber an dem lukrativen und konjunkturunabhängigen Geschäft teilhaben - auch über Zukäufe.

"Kleine und mittelständische Firmen, die durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten, sind die nächsten Übernahmekandidaten", sagt Hossenfelder. Treibende Kraft der Konsolidierung sei der Anspruch der Kunden, alle Dienstleistungen aus einer Hand zu empfangen.

Dussmann, ein klassischer Spezialist für Gebäudemanagement, ist diesem Trend bislang nur eingeschränkt gefolgt und wächst nur organisch. Das Unternehmen macht seinen Umsatz mit Hauswirtschaft, Sicherheit und Versorgung, bautechnische Dienstleistungen hat Dussmann nicht im Angebot. Mit einer Umsatzsteigerung von nur 3,3 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2007 ist die Gruppe schwächer als der Markt gewachsen.

Gleichwohl gibt man sich in der Berliner Zentrale gelassen, auch wenn der Branchenthron wackelt. "Wir sind nicht bereit, Mondpreise für kurzfristige Umsatzsteigerungen zu zahlen, wie jüngst in der Branche geschehen. Unser Ergebnis wird dieses Jahr auch so gut ausfallen", sagt Dussmann-Sprecher Steffen Ritter.

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