Dienstleistungsriese : Milliarden-Börsengang von ISS kommt voran

Dienstleistungsriese
Milliarden-Börsengang von ISS kommt voran

Trotz des Einbruchs der weltweiten Aktienmärkte: Der dänische Dienstleistungskonzern ISS kommt mit seinen milliardenschweren Börsenplänen voran. Für 2011 rechnet der Konzern mit einem Umsatzplus von vier Prozent.
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LondonDie Bücher seien bereits zwei Tage vor Ende der Zeichnungsfrist voll. Das sagten zwei mit dem Verlauf vertraute Personen am Dienstag. Die Zeichnungsfrist hatte am 8. März begonnen, die Bücher werden am Donnerstag geschlossen.

ISS wäre mit bis zu zwei Milliarden Euro der größte Börsengang des Jahres in Europa. Das Unternehmen gehört den Finanzinvestoren Goldman Sachs und EQT, die auch nach dem Börsengang die Mehrheit behalten wollen.

Der Konzern mit mehr als einer halben Million Mitarbeitern bietet 98,5 bis 133 Millionen Aktien zum Preis von 100 bis 135 dänischen Kronen an. Mit dem Erlös aus einer Kapitalerhöhung von bis zu 1,8 Milliarden Euro will ISS Schulden zurückzahlen. EQT und Goldman geben zunächst nur wenige Aktien ab. Ein Verkauf von ISS an den Finanzinvestor Apax Partners war zu Beginn des Jahres geplatzt. Goldman Sachs und EQT hatten ISS 2005 für umgerechnet 3,8 Milliarden Euro gekauft.  

ISS ist in 50 Ländern aktiv, darunter auch in Deutschland. Von Düsseldorf aus beschäftigt das Unternehmen 11.820 Menschen, die mit Dienstleistungen von der Trocknung von Gebäuden bis zur Schädlingsbekämpfung im Jahr 2009 325 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. International betreibt ISS auch Schulküchen und stellt Wachdienste.

Weltweit stieg der Umsatz im abgelaufenen Jahr um 7,3 Prozent auf 9,93 Milliarden Euro. Für 2011 geht der Konzern von einem Umsatzplus von rund vier Prozent aus.  

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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