Discounter: Das Comeback von Aldi und Lidl

Discounter
Das Comeback von Aldi und Lidl

In den vergangenen Jahren sah es aus, als ginge den Discountern die Luft aus. Nun können die Billigsupermärkte verlorenen Boden zurückgewinnen. Und spielen ihre Marktmacht umso mehr aus.
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DüsseldorfComeback für Aldi und Co.: Nach einer Schwächephase gewinnen die Discounter in Deutschland wieder an Boden. Im vergangenen Jahr steigerten sie nach Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ihren Marktanteil auf fast 44 Prozent. Dabei hatte es noch bis Mitte 2012 so ausgesehen, als hätten Rewe, Edeka und Co. den Siegeszug der Billiganbieter gestoppt.

Doch das ist Vergangenheit. „Was wir in den zurückliegenden Jahren erlebt haben, war eine kleine Wachstumsdelle, nicht das Ende des Wachstums der Discounter. Aldi und Co. stoßen immer noch auf ein empfängliches Umfeld in Deutschland“, erklärt Handelsexperte Thomas Roeb von der Hochschule Rhein-Sieg.

Das Wiedererstarken der Discounter ist kein Zufall. Vor allem Aldi und Lidl haben zuletzt Millionen in die Modernisierung von Filialen und Sortiment gesteckt. So wurden Tausende von Geschäften mit Backstationen ausgerüstet. Auch ihr Frischeangebot - egal ob Obst und Gemüse, Fleisch oder Fisch - haben die Billiganbieter Schritt für Schritt ausgeweitet. Mit Erfolg. „Es gibt eine starke Wanderungsbewegung vom Fachhandel zum Discounter - auf Kosten von Bäckereien, aber auch von Metzgern oder Gemüsehändlern“, sagt GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth.

Doch geht das Comeback der Billigheimer nach den Zahlen der GfK nicht auf Kosten der „klassischen“ Supermärkte. Vor allem Edeka und Rewe lieferten sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Discountern, meint Adlwarth. Verlierer in der Verbrauchergunst sind vor allem die SB-Warenhäuser. Sie hätten aufgrund der Sortimentsausweitung der Konkurrenten in den vergangenen Jahren viel an Attraktivität verloren und litten außerdem im Non-Food-Bereich unter der Online-Konkurrenz, erklärt der Experte.

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  • Die GFK ist ein Garant für falsche Zahlen, genauso wie übrigens der IFO-Index, dessen Fragebogen immer häufiger nicht von den Leuten ausgefüllt werden, die es eigentlich tun sollten.

    Zurück zur GFK. Das ist nichts weiter als eine Jubelperser-Organisation, ein Einpeitscher, der die Leute in die Märkte locken soll.

    Alle Jahre wieder vor Weihnachten hören wir von denen, dass der Kaufrausch alles übertrifft, was man bisher erlebt hat.

    Spätestens im Januar kommt dann von den Handelsorganisationen, nicht von der GFK, die kleinlaute Meldung, dass die Umsätze, wie in den vergangenen Jahren rückläufig sind.

    Wer wissen will, ob die Discounter oder Rewe und Co. das Geschäft machen, muß nur einmal die Belegung der Parkplätze der Unternehmen anschauen.

    Dazu braucht man aber nicht die GFK mit ihren Falschmeldungen.

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