Discounter im Shitstorm

Sexistisches Bierfass verärgert Lidl-Kunden

Lidl hat mal wieder Ärger: Der Discounter bewarb in einem Prospekt ein Bierfass mit einem sexistischen Motiv. Doch die Werbung schlug nicht ein: Im Netz toben die Konsumenten – auch wegen Lidls Reaktion.
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Mit dieser Werbung hat Lidl ein Sexismus-Fass aufgemacht. Quelle: Screenshot

Mit dieser Werbung hat Lidl ein Sexismus-Fass aufgemacht.

(Foto: Screenshot)

DüsseldorfBier ist nur für Männer. Das jedenfalls muss sich Lidl gedacht haben, als die hauseigene Biermarke ein Fass mit sexistischem Bild auf den Markt brachte. Doch die Kunden fanden die zweideutige Anspielung gar nicht lustig – und überzogen den Einzelhandelskonzern mit Beschimpfungen im Netz.

Auslöser für den sogenannten Shitstorm war das Motiv eines Bierfasses. Dort sind die langen Beine einer Dame in Hotpants zu sehen. Darüber steht in großen Lettern: „Fass mich an“. Das Bierfass war Teil einer Werbung und stieß offenbar etlichen Konsumenten übel auf.

Auf Facebook und Twitter kritisieren etliche Nutzer den entsprechenden Werbeprospekt. In dem sozialen Netzwerk Facebook schreibt eine Nutzerin auf der Fanseite von Lidl: „Was soll denn dieses frauenverachtende Bierfass im Lidl-Werbeheft? Damit ist nicht die Grillsaison eröffnet, sondern total versalzen.“ Ein anderer Nutzer bezeichnet die Werbung als „langweilig und peinlich“. Ähnlich sieht das eine weitere Nutzerin, die den Marketingversuch als „diskriminierend, sexistisch, gefährlich, absurd und mit Verlaub: dumm“ betitelt. In einem weiteren Kommentar bezichtigt der Autor Lidl des „Aufrufs zum sexuellen Übergriffs“.

Wer Aldi und Lidl herausfordert
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Platz 10 - Dollar Tree (USA) - 6,1 Milliarden Euro Umsatz

Der US-Discounter folgt einem einfachen Konzept: Nichts kostet mehr als einen Dollar. Damit wächst der Umsatz rasant. Allein 2012 hat Dollar Tree 345 neue Märkte eröffnet. Bisher konzentriert sich das Unternehmen aber auf die USA und Kanada.

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Platz 9 - Rema 1000 (Norwegen) - 6,58 Milliarden Euro Umsatz

Gründer Odd Reitan ist soetwas wie der Theo Albrecht Skandinaviens. In seinen einfach eingerichteten Märkten verkaufte er 500 Artikel, deshalb taufte er seinen ersten Supermarkt Reitan Mart 500. Mit der Produktpalette wuchs auch die Zahl der Filialen in Norwegen, Dänemark und Schweden.

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Platz 8 - Biedronka (Polen) - 7,25 Milliarden Euro Umsatz

Die größte Supermarktkette Polens hat zwar polnische Wurzeln, ist aber seit 1998 nach der Übernahme durch Jerónimo Martins fest in portugiesischer Hand. Der Name bedeutet übersetzt Marienkäfer.

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Platz 7 - Family Dollar (USA) - 7,64 Milliarden Euro Umsatz

Als der erste Markt in Charlotte, North Carolina, seine Pforten öffnete, war Gründer Leon Levine gerade 21 Jahre alt. Mittlerweile ist sein Unternehmen auf 7.100 Filialen angewachsen. 90 Prozent aller Artikel kosten weniger als 10 Dollar.

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Platz 6 - Dia (Spanien) - 11,67 Milliarden Euro Umsatz

In Deutschland machte der spanische Discounter Schlagzeilen, weil er 2013 die spanischen Filialen von Schlecker übernahm. International ist der Konzern breit aufgestellt. Dia-Filialen gibt es in Argentinien, Brasilien, Griechenland und in der Türkei. In Portugal firmiert der Konzern unter dem Namen Minipreço, in Frankreich unter dem Namen Ed.

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Platz 5 - Penny Markt (Deutschland) - 11,84 Milliarden Euro Umsatz

Der Discounter der Rewe Gruppe verpasste sich Anfang 2012 ein neues Logo. Neben dem deutschen Markt ist das Unternehmen auch in Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Österreich aktiv.

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Platz 4 - Dollar General (USA) - 13,11 Milliarden Euro Umsatz

Um satte zwei Milliarden Euro konnte Amerikas größte Discounterkette ihren Umsatz im Jahr 2012 steigern. In den USA betreibt das Unternehmen über 10.000 Läden. Vor allem in kleinen US-Gemeinden, die von den Handelsriesen ignoriert werden, zeigt das Unternehmen Präsenz.

Lidl selbst reagierte und schrieb auf Facebook: „Wir bedauern außerordentlich, wenn es durch die Produktabbildung zu Irritationen gekommen oder wenn dies als Verunglimpfung, Diskriminierung oder Beleidigung verstanden worden sein sollte.“ Der Konzern zog die Werbung zurück. Allerdings wirklich nur die Werbung.

Das Bierfass ist seit Dienstag überall im Handel erhältlich. Die Facebook-Gemeinde empörte sich über den Werbetrick. Ein Nutzer bezichtigt Lidl der „Scheinheiligkeit“ – und befürchtet sogar einen geplanten Shitstorm: „Alles vorher kalkuliert: viel Aufmerksamkeit, klein beigeben und dann umso mehr Nachfrage. [...] Widerlich!“ Ob er in puncto Nachfrage recht hat, werden die nächsten Tage zeigen.

  • lih
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9 Kommentare zu "Discounter im Shitstorm: Sexistisches Bierfass verärgert Lidl-Kunden"

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  • Genau das ist der Grund, warum ich an Dt Frauen nicht mehr interessiert bin. Wenn es nach innen gehen würde, dann würde ich meine Frau in Schürze und Kuchen empfangen, während sie ölverschmiert vor mir steht - klasse Bild.
    Umgekehrt veröffentlicht Celebration eine Werbung, in der eine Frau einen Mann ohrfeigt und sich die Frauen vor dem TV köstlich amüsieren. Hier ist alles korrekt, nicht wahr.
    Emanzipation ist mittlerweile eine Einbahnstraße und gerät völlig aus den Fugen. Die Evolution wird mal eben auf den Kopf gestellt. Bitte liebe Emanzen, sucht euch ein Hobby, dass euch ausfüllt - Danke.

  • "Traurig, - aber wahr"

    Ja, dem muss man (leider) zustimmen.

  • Die Feministinnen haben natürlich ein Problem, sie haben keine weiblichen Attribute in Erscheinung und Verhaltensweise mehr, da die Radikalfemen nur noch "Männer im Allgemeinen" imitieren und nachäffen. In Sprache, Beruf, Sport, Börsenanalysen, Sportkommentierung, Torjubel, Boxen, Singen, sprechen, Brunftverhalten, Mode etc., etc.

    Traurig, - aber wahr. Kotz !


  • Alles eine Frage der Lebensfreude, in Lateinamerika/Südafrika der Renner, im Körnerland Deutschland zeitweiliges aufstoßen. Total beknacktes Teil-Volk.

  • Sehr angebrachte Reaktion Zecke!

  • Hab erst mal 6 Dosen geordert.

  • Weil es Männern zu blöd ist, sich mit solchem Schwachsinn zu beschäftigen. Das Problem allerdings: Wenn der Klügere nachgibt, herrschen die Dummen.
    Die Aufregung der selbsternannten Feministinnen über diesen Quatsch ist das beste Beispiel dafür....

  • Warum gibt es keine Shitstorms für Hollister, der Männer als Lustobjekte auf ihre Einkaufstaschen darstellen???

  • Haben die Feministinnen keine anderen Probleme? Z.B. mit dem Finanzamt?

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