Discounter in England
Attacke der deutschen Billigheimer

Die deutschen Discounter Aldi und Lidl mischen den britischen Markt auf – und gewinnen weiter Marktanteile. Das bekommt auch der Branchenriese Tesco zu spüren. Seine Reaktion: Preise senken.
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LondonDie Lage ist zweitklassig, das Interieur vertraut. Groß prangt das berühmte, stilisierte A auf einem Schild vor dem Eingang, drinnen in der Aldi-Filiale in der Old Kent Road im Süden Londons warten in langen Regalen unter Neonlicht die Produkte teilweise noch in den Kartons  auf die zahlende Kundschaft. Der lange Raum verbreitet Lagerhallen-Charme, aber die Schlangen an den piepsenden Registrier-Kassen sind dennoch lang. Die spartanische Nüchternheit ist Kalkül - und bringt inzwischen manchen Manager der Konkurrenz zunehmend um den Schlaf.

Denn keine andere Supermarktkette wächst derzeit stärker auf der Insel: Der Marktanteil von Aldi legte nach aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts Kantar Worldpanel in den vergangenen zwölf Wochen auf den Rekordwert von 4,7 Prozent zu, während Rivale Lidl auf 3,6 Prozent wuchs. Im Vergleich zum Marktführer Tesco, der es auf knapp 30 Prozent Marktanteil bringt, sind Aldi und Lidl damit zwar nach wie vor Zwerge. Aber solche, die dem Riesen immer mehr zu schaffen machen.

So hinterlässt der Erfolg von Aldi & Co. beim drittgrößten Einzelhändler der Welt, dem Giganten Tesco, immer deutlicher eine tiefe Bremsspur. „Ich gebe keine Versprechen über Umsatzverbesserungen in den nächsten Quartalen ab“, sagte Tesco-Konzernchef Philip Clarke vor wenigen Wochen kleinlaut bei der Vorlage der Quartalszahlen. Es ist eine ungewisse Zukunftsprognose, die umso bedrückender wirkt, da der britische Handelsgigant sich im freien Fall befindet. Erst Anfang Juni hatte das Unternehmen für die vergangenen drei Monate den größten Rückgang der Erlöse seit rund vier Jahrzehnten vermelden müssen.

Die Preisschlacht mit deutschen Discountern wie Aldi und Lidl hat dem führenden britischen Einzelhändler den größten Umsatzrückgang seit Jahrzehnten eingebrockt. In seiner 40 Jahre langen Karriere bei Tesco könne er sich nicht an ein schwächeres Quartal erinnern, räumte Clarke resigniert ein.

Der weltweit drittgrößte Einzelhändler, der rund zwei Drittel seiner Umsätze auf der Insel erwirtschaftet, macht sich im Kampf mit den deutschen Discountern wie Aldi oder Lidl auf eine lange Durststrecke gefasst. Der Umsatz in den heimischen Läden, die schon mindestens ein Jahr geöffnet sind, schrumpfte bei Tesco bis Ende Mai um knapp vier Prozent. Es war das dritte Quartal in Folge mit sinkenden Umsätzen. Nach mehr als drei Jahren am Unternehmensruder sucht Tesco-Chef Clarke immer noch nach einer Erfolgsstrategie. Seine erste Kampagne startete im Herbst 2011 und geriet zur Billigpreisoffensive für Alltagsartikel. Aber die Rabatte waren zu gering, um wirklich bei den Verbrauchern zu punkten.

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  • Ich finde es erschrenkend was im Moment im Lidl Deutschland abgeht. In den letzten 18 Monaten sind dort sehr sehr viele Marken verschwunden und wurden mit eigenmarken sustituiert.

    Wenn diese Praxis Schule macht und dem normalen egal ist was er ist dann können wir bald einpacken.

    Wie kann man eine Lidl Eigenmarke kaufen und das ruhigen gewissens essen, ich kann das nicht. Ich gehe davon aus das solche Marken die in der anmeldung vielleicht 1000€ kosten in einem Fall von Profuktfehler einfach ausgewechselt werden. Bei Müller oder Ritter geht das nicht, deshalb sind hier wesentlichere Aspekte der Qualitätssicherung vorherschend. Wenn ich mir die Deluxe Serie ansehe wird mir regelmäßig schlecht. Preislich deluxe aber die Qualität will ich nicht wissen. Kaufte Creme brulee und diese schmekt mir wie Vanillepudding. Die Kruste ist ein Pulver das man sich selbst flambiert und erinnert mich wenig an zucker. Wenn Lidl diesen Kurs hält bin ich weg. Meinen Mrkenkäse kauf ich schon bei Netto nachdem Grünländer weg (aussortiert) war.

  • Es sind die deutschen Werte von Gründlichkeit, Zuverlässlichkeit und besonders für Ethik, die sich auch hier durchsetzen werden.

    Weiter so.

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