Discounter setzen der Einzelhandelskette zu: Carrefour fürchtet Angriff von Wal-Mart

Discounter setzen der Einzelhandelskette zu
Carrefour fürchtet Angriff von Wal-Mart

Die Dinosaurier sind noch nicht ausgestorben – das gilt nach Vorstellung von Daniel Bernard zumindest für die Branche der großen Einzelhandelsketten. Wenn der Vorstandschef von Carrefour am Donnerstag das Jahresergebnis vorlegt, wird er alles tun, um zu beweisen, dass der größte Supermarktbetreiber Europas noch kein todgeweihter Dino ist.

PARIS/NEW YORK. Leicht wird das nicht. Daheim machen dem Riesen mit seinen fast 11 000 Geschäften aggressive Discounter das Futter streitig. Und auf der anderen Seite des Atlantiks lauert ein Raubtier namens Wal-Mart, dessen möglichen Angriff die Franzosen fürchten.

Bernards Problem: Der erwartete 8%-Anstieg des Betriebsergebnisses auf 3,2 Mrd. Euro ist nicht gut genug, um die Schwächen von Carrefour zu verbergen. Das vierte Quartal 2003 war „hässlich“, sagt Analyst Andrew Fowler von Merrill Lynch.

Discounter wie Aldi und Lidl setzen Carrefour schwer zu. In zehn Jahren konnten sie ihren Marktanteil in Frankreich von 2 % auf 12,3 % ausbauen. „Einer von fünf Einkäufen wird mittlerweile bei den Discountern getätigt“, schätzt Philippe Kaas von der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants. In Deutschland, Heimat der Discounter, sei es jeder zweite.

Da Carrefour mit den Mini-Kosten der Konkurrenz nicht mithalten kann, setzt Konzernchef Bernard auf mehr Service: Reisebüros, Optiker und Versicherungen gibt es bereits in den Carrefour-Einkaufszentren. Nun sollen auch Computer- oder Kochkurse die Kunden zum Wiederkommen bewegen. Analysten sind skeptisch: Andrew Fowler sieht Frankreichs Supermarktbetreiber „im Rückwärtsgang“.

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