Diversi Foods

Oetker-Gruppe übernimmt belgischen Großbäcker

Oetker erweitert sein Bäckereigeschäft. Der Bielefelder Konzern übernimmt Diversi Foods aus Belgien. Das sei ein deutliches Zeichen für den Wachstumskurs von Oetker, sagte Gesellschafter Albert Christmann.
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Zum Kaufpreis für Diversi Foods machte das Unternehmen keine Angaben. Quelle: dpa
Oetker-Gruppe

Zum Kaufpreis für Diversi Foods machte das Unternehmen keine Angaben.

(Foto: dpa)

BielefeldNach dem Verkauf der Schifffahrtsaktivitäten baut die Oetker-Gruppe ihr Bäckereigeschäft aus. Der Bielefelder Konzern übernimmt den belgischen Großbäcker Diversi Foods, wie er am Dienstag mitteile. Das Unternehmen hat Produktionsstätten in Belgien, den Niederlanden, Großbritannien und Polen und kommt mit mehr als 1000 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von über 150 Millionen Euro.

Der persönlich haftende Oetker-Gesellschafter Albert Christmann betonte, mit der Übernahme setze die Oetker-Gruppe ein deutliches Zeichen, dass sie sich weiterhin auf Wachstumskurs befinde. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Was nach dem Verkauf von Hamburg Süd übrig bleibt
Das Oetker-Firmenimperium
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Beim Namen Dr. Oetker denken die meisten Deutschen an Backpulver. Doch zuletzt machte die Oetker-Gruppe in der Container-Schifffahrt von sich reden: Im Dezember 2016 gab Oetker bekannt, die Schifffahrtssparte an das dänische Unternehmen Maersk zu verkaufen. Auch in der Schifffahrt gehört Oetker zu den Großen. Was vor fast anderthalb Jahrhunderten mit drei Dampfern und monatlichen Liniendiensten nach Brasilien und dem La Plata begann, hat sich zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt.

Abschied vom Schifffahrtsgeschäft
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Wenn die Kartellbehörden zustimmen, soll der Verkauf bis Ende 2017 umgesetzt werden. Das Oetker-Management verwies zu den Gründen des Verkaufs auf den seit Jahren laufenden Konsolidierungsprozess in der Branche. Schifffahrtsanalyst Thomas Wybierek von der NordLB meinte dazu, dass sich vermutlich die Verluste im Reedereigeschäft in den vergangenen Jahren derart angehäuft hätten, dass Oetker nun den Schritt gegangen sei. Damit verliert Oetker auf einen Schlag fast die Hälfte seines Umsatzes: 6,06 Milliarden Euro setzte die Hamburg Süd 2015 um. Allerdings ist die Oetker-Gruppe noch immer in den verschiedensten Sparten aktiv. Eine Übersicht des Oetker-Imperiums.

Von Brauereien bis hin zu Luxushotels
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Denn zur Oetker-Gruppe gehört viel mehr als nur Lebensmittel oder Schifffahrt. Ob Brauerei, Privatbank oder Luxushotels – das Traditionsunternehmen ist in etlichen Branchen aktiv und kam 2015 auf einen Jahresumsatz von 12,23 Milliarden Euro. Über Gewinne, das war schon immer so, spricht man bei den Bielefeldern aber nicht.

Nahrungsmittel
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Das Oetker-Imperium begann mit einer einfachen Idee. Im Jahre 1891 verkaufte der Apotheker August Oetker das bis dahin relativ unbekannte Backpulver erstmals in kleinen Tütchen an Hausfrauen – und fand damit eine Marktlücke. Der Gründer erweiterte die Produktpalette zunächst um Puddingpulver und Speisestärke, etliche andere Marken kamen mit den Jahren dazu. Mittlerweile macht die Lebensmittelsparte des Konzerns knapp drei Milliarden Euro Umsatz im Jahr.

Wachstum durch Zukäufe
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Wachstum generiert Dr. Oetker vor allem durch Zukäufe im Ausland wie in Nordamerika, Australien und Mexiko. Aber auch auf dem heimischen Markt hat Dr. Oetker in den vergangenen Jahren Marken übernommen. So zählt der Tiefkühlanbieter Coppenrath & Wiese aus Osnabrück seit 2015 zum Konzern und liefert im laufenden Jahr voraussichtlich rund 400 Millionen Euro Umsatz zu.

Getränke
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Mit der Radeberger Gruppe besitzt Oetker auch die größte deutsche Brauereikette. Im Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke erwirtschaftete Radeberger im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 1,96 Millionen Euro.

Was alles Radeberger ist
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Zu den mehr als 40 Marken gehören Radeberger, Jever, Schöfferhofer und Clausthaler, aber auch Marken wie Guiness, Estrella und Kilkenny. Das Archivbild von 2006 zeigt den ehemaligen Geschäftsführer Ulrich Kallmeyer.

  • dpa
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