Dividende erhöht
Celesio übertrifft Erwartungen

Der Pharmahändler steigerte den Gewinn vor Steuern um fast neun Prozent. 2004 will der Konzern an das gute Ergebnis anknüpfen.

HB STUTTGART. Europas größter Pharmahändler hat trotz des Rabattkampfs in Deutschland die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen. Der Gewinn vor Steuern habe sich um 8,8 Prozent auf 373,8 Millionen Euro verbessert, teilte Celesio am Donnerstag in Stuttgart mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 360 Millionen Euro gerechnet. Währungsbereinigt wäre der Gewinn um 13,7 Prozent höher ausgefallen, als Ziel hatte Celesio ein Plus von zehn bis zwölf Prozent ausgegeben. Der Umsatz stieg leicht um 0,8 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro.

„2004 wollen wir nahtlos an die gute Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen“, kündigte Vorstandschef Fritz Oesterle anlässlich der Bilanzpressekonferenz an. Angesichts der positiven Entwicklung soll die Dividende für die Aktionäre auf 90 Cent von zuletzt 85 Cent je Aktie erhöht werden. Die Mehrheit an Celesio hält der Haniel-Konzern. Die im MDax notierte Celesio-Aktie gewann im frühen Handel ein Prozent auf 42 Euro.

Im laufenden Jahr sei ein beschleunigtes Marktwachstum im Arzneimittelhandel zu erwarten, erklärte Oesterle. Im Großhandel wolle Celesio mit dem Markt, im Einzelhandel deutlich schneller als der Markt wachsen. Zusätzliche Ertragschancen sieht Oesterle im Ausbau des Geschäfts mit Dienstleistungen für die Hersteller der von Celesio vertriebenen Präparate.

Ohne Währungseinflüsse wäre der Umsatz von Celesio 2003 um 3,8 Prozent gestiegen, gerechnet hatte das Unternehmen mit einem Plus von vier Prozent. Die Umsatzrendite habe vor allem wegen des lukrativen Einzelhandelsgeschäfts mit 2,02 (1,87) Prozent zum ersten Mal über zwei Prozent gelegen. Eigene Apotheken darf Celesio bisher allerdings nur im europäischen Ausland betreiben. Außerhalb Deutschlands erzielte der Pharmahändler 81 Prozent des Umsatzes. Von der Rabattschlacht in Deutschland nach Einführung des Beitragssicherungsgesetzes sei Celesio deshalb relativ wenig betroffen gewesen, auch wenn das Ergebnis der deutschen Tochter Gehe Pharma Handel laut Oesterle „massiv beeinträchtigt“ wurde.

Der Arzneimittel-Einzelhandel erwies sich für Celesio 2003 erneut als deutlich lukrativer als der Großhandel. Das Ergebnis der Einzelhandels-Sparte stieg um 39 Prozent auf 99 Millionen Euro, die Umsatzrendite sprang auf 3,73 (3,07) Prozent, während sie im Großhandel nur leicht auf 1,73 (1,71) Prozent kletterte. Der Jahresüberschuss des in elf Ländern vertretenen Konzerns lag 2003 bei 254,0 (239,6) Millionen Euro.

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