Dove- und Axe-Hersteller Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller

Unilever kauft weiter zu und übernimmt den südkoreanischen Kosmetikhersteller Carver Korea. Der niederländisch-britische Konsumgüterhersteller legt für die Übernahmen über zwei Milliarden Euro auf den Tisch.
Update: 25.09.2017 - 11:52 Uhr Kommentieren
Der Konsumgüterkonzern übernimmt Carver Korea. Quelle: Reuters
Unilever

Der Konsumgüterkonzern übernimmt Carver Korea.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Axe-Hersteller Unilever kauft für stolze 2,3 Milliarden Euro einen kleinen Kosmetik-Hersteller in Südkorea zu. Damit geht Firmenchef Paul Polman in die Offensive: Zuletzt hatte der Nachhaltigkeits-Verfechter eher in der Nische zugekauft – etwa bei Bio-Tee und veganer Mayonnaise. inzwischen setzen ihn aktivistische Investoren unter Druck, sich wieder stärker auf den klassischen Geschäftserfolg zu konzentrieren.

Analysten meinen, dass sich der Deal für den britisch-niederländischen Konzern auszahlen könnte – trotz des hohen Kaufpreises für das Unternehmen Carver Korea mit nur 321 Millionen Euro Umsatz. Unilever könnte so nämlich seine Ambitionen, in den höherpreisigen Kosmetikmarkt mit seinen höheren Margen vorzudringen, unterstreichen.

„Der Preis liegt am oberen Ende dessen, was Unilever zu zahlen pflegt, aber es ist ziemlich profitable und 35 Prozent der Verkäufe gehen nach China – also investieren sie im Kernland der derzeitigen Beauty-Trends“, sagte Jefferies-Analyst Martin Deboo der Agentur Bloomberg. Unilever baut derzeit eine Prestige-Kosmetik-Sparte auf, um Marken wie Dermalogica, Ren und Murad. Der Zukauf Carver ist für seine Marke AHC bekannt, unter der etwa Feuchtigkeitscremes und Sonnenmilch verkauft werden.

Wofür die Europäer am meisten ausgeben
Platz 10: Hosen (Damen)
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Mode geht immer: Im Jahr 2016 liegt der Umsatz mit Hosen und Jeans aus dem Bereich Damenbekleidung in Europa bei insgesamt 30,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die Herren kommen nur auf einen Umsatz von 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: statista.com. Die Rangfolge beruht auf den Daten des Statista Consumer Market Outlook und zeigt die Anteile der wichtigsten Produktkategorien am gesamteuropäischen Inlandsangebot von Fast Moving Consumer Goods und Bekleidung.

Platz 9: T-Shirts und Unterhemden
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Laut der Studie lassen sich die Männer und Frauen aus Europa T-Shirts und Unterhemden jährlich um die 32,4 Milliarden Euro kosten. Der Wachstum in diesem Markt fällt allerdings zurück.

Platz 8: Brot
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Deutsches Brot ist weltweit beliebt, seit 2011 befindet es sich auf dem Weg, zum Weltkulturerbe der Unesco zu werden. Europaweit wird in 2016 Brot in einem Gesamtwert von 34,6 Milliarden Euro gekauft.

Platz 7: Tafelwein
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Laut Statista wurden im vergangenen Jahr allein in Italien rund 20,5 Millionen Hektoliter Wein getrunken. In Europa wird in diesem Jahr Wein im Gesamtwert von 38,9 Milliarden Euro gekauft. Außerdem auf Platz sieben: Lederschuhe.

Platz 6: Käse
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Käse oder Wurst? Die Europäer mögen lieber das Milcherzeugnis. 39,2 Milliarden Euro geben sie dafür im Jahr 2016 aus, für Wurst nur 31 Milliarden.

Platz 5: Aufschnitt, Braten und Fleischwaren
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Dafür schlagen sie beim Fleisch zu: 46,7 Milliarden Euro beträgt der Umsatz in diesem Bereich (ohne Wurstwaren, Schinken und Speck).

Platz 4: salzige und süße Kuchen und Gebäcke
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Nach herzhaft kommt süß – oder in diesem Fall davor, denn Kuchen und Gebäck schaffen es auf Platz 4. 48,8 Milliarden Euro geben die Europäer für die Leckereien aus.

Der Verkauf dürfte ein gutes Geschäft für Goldman und Bain sein, die erst im vergangenen Jahr 80 Prozent an dem Unternehmen gekauft hatte und es nun schon wieder losschlagen. Damals erzielte der Kosmetikhersteller einen operativen Gewinn von 137 Millionen Euro vor Abschreibungen.

Südkorea gilt als Trendmarkt – für Asien und die ganze Welt. Allein für Hautpflege werden die Einwohner des Landes in diesem Jahr 6,3 Milliarden Dollar ausgeben. Das lockt Investoren: Bain Capital etwa zahlte zuletzt 816 Millionen Dollar für den Kosmetikhersteller Hugel.

Die zunehmenden Spannungen mit Südkorea und in der Folge auch mit China belasten jedoch den Markt. Südkoreas größter Kosmetikkonzern Amorepacific meldete zuletzt sinkende Gewinne.

  • cuk
  • Bloomberg
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