DPD, UPS, FedEx Paketdienste erhöhen die Preise

Paket- und Expressgutversender müssen sich in Deutschland ab Anfang kommenden Jahres auf deutliche Preiserhöhungen gefasst machen. Nach UPS und FedEx hat nun auch DPD angekündigt, seine Preise um 4,5 Prozent anzuheben. Die Konkurrenten Deutsche Post/DHL und Hermes halten sich noch zurück.
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DPD-Mitarbeiter in Melle bei Osnabrück: Der Paket- und Expressdienstleister erhöht die Preise. Quelle: Pressebild

DPD-Mitarbeiter in Melle bei Osnabrück: Der Paket- und Expressdienstleister erhöht die Preise.

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DÜSSELDORF. Nachdem zuletzt UPS und FedEx Zuschläge von knapp vier Prozent in Aussicht stellten, zieht nun der Aschaffenburger Paket- und Expressdienstleister DPD nach. Die Nummer zwei im deutschen Paket- und Expressmarkt werde die Preise im ersten Quartal 2011 um 4,5 Prozent erhöhen, kündigte DPD-Chef Arnold Schroven gegenüber dem Handelsblatt an. "Die Kostenentwicklung in den Bereichen Energie, Maut und Personal muss sich auch auf die Entwicklung der Preise auswirken", sagte er.

Der Hauptwettbewerber von Deutscher Post/DHL, der vier Fünftel seines Umsatzes mit gewerblichen Kunden erwirtschaftet, hatte einen ähnlichen Vorstoß bereits vor zwei Jahren geplant. Weil damals jedoch viele Betriebe ihre Produktion drosselten und mit ihr den Warenversand, sackte deutschlandweit die Nachfrage nach Express- und Paketdienstleistungen um 2,5 Prozent ab. Der Branchenumsatz gab 2009 um 4,2 Prozent nach, was geplanten Preiserhöhungen einen Strich durch die Rechnung machte.

Doch mit der Konjunkturerholung steigt nun auch wieder der Bedarf an Transportleistungen. Schon für 2010 erwartet der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) ein Wachstum um 3,7 Prozent auf deutschlandweit 13,8 Milliarden Euro. Bis 2014 wird nach seiner Prognose das Transportvolumen sogar um 31 Prozent zunehmen, was am Ende zu einem Umsatzzuwachs von 22 Prozent führen könnte.

Eindeutiger Wachstumstreiber, bestätigte Post-Finanzchef Larry Rosen dem Handelsblatt, ist der Einkauf über das Internet. Der Bonner Marktführer arbeitet unter anderem für Großkunden wie Neckermann.de und Amazon. Aktuell seien bei der Deutschen Post allerdings keine Preiserhöhungen geplant, sagte eine Sprecherin.

Auch Wettbewerber Hermes, der sein Geld mit der Zustellung von Privatpaketen verdient, gibt sich zurückhaltend. "Wir haben aktuell noch keine Preiserhöhung ins Auge gefasst", sagte ein Sprecher. Es sei aber nicht auszuschließen, dass Hermes kommendes Jahr darüber nachdenkt. Die Otto-Tochter hatte ihre Preise zuletzt vor zwei Jahren erhöht, die Deutsche Post am 1. Januar 2010.

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