Drehkreuz Leipzig
Gericht bestätigt Nachtflugerlaubnis für DHL

Die Deutsche-Post-Tochter DHL darf an ihrem neuen Drehkreuz in Leipzig uneingeschränkt starten und landen. Die Klage von Anwohnern gegen Nachtflüge hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig abgelehnt.

HB LEIPZIG. Die Deutsche-Post-Tochter DHL darf an ihrem neuen Drehkreuz in Leipzig uneingeschränkt starten und landen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies am Donnerstag Klagen von Anwohnern gegen die Nachtflüge ab. Die Kläger hatten ein generelles Flugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr gefordert, soweit es sich nicht um Frachtflüge zum Transport von Expressgut handelt.

Das Gericht hielt eine unterschiedliche Behandlung von Express- und allgemeiner Fracht aber für nicht geboten. Die Luftfracht-Carrier dürften zur besseren Auslastung der Flugzeuge Expressgüter und konventionelle Fracht mischen, hieß es zur Begründung. Die Richter wiesen auch Klagen gegen den Passagierverkehr am späten Abend und frühen Morgen und gegen Militärflüge ab.

Ende März hatte der Post-Paketdienst DHL den Betrieb in Leipzig aufgenommen. Seither werden dort werktäglich fast 60 DHL-Maschinen abgefertigt und 1500 Tonnen Fracht umgeschlagen. Künftig soll die Menge auf 2000 Tonnen steigen. DHL hat nach Angaben der Post 300 Millionen Euro in Leipzig investiert. Rund 70 Millionen Euro flossen allein in die mit einer Kapazität von 100 000 Sendungen und einer Größe von fünf Fußballfeldern größte Post-Sortieranlage Deutschlands. Bei DHL in Leipzig arbeiten rund 2000 Mitarbeiter, die Hälfte davon sei vorher arbeitslos gewesen.

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